Rap Mode: Die Klamotten-Labels der Rapstars, Teil 2

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Rapper sind auch abseits ihrer Karriere als Musiker sehr geschäftstüchtige Menschen. Der eine konzentriert sich dabei auf die Vermarktung von mehr oder weniger edlem Wodka, der andere hingegen versucht sich im Filmbusiness. Ein Geschäftszweig, auf den sich aber bis jetzt nahezu alle bekannteren Rapkünstler einigen konnten, ist der der eigenen Rap Mode.

Innerhalb der Superstar-Riege gehört es schon fast zum guten Ton, ein eigenes Label zu besitzen. Beim letzten Mal haben wir uns deshalb mit Sean John von Diddy und Rocawear von Jay Z zwei der populärsten Rapper-Modelabels angesehen. Dieses Mal machen wir genau dort weiter und nehmen die Marke „Billionaire Boys Club“ von Produzent, Sänger und Rapper Pharrell Williams sowie „Akoo“, das Rap Mode Label von T.I. unter die Lupe.

Rap Mode von Pharrell Williams

Rap Mode von Billionaire Boys Club

Pharrell Williams hat allein mit seiner Modemarke Billioinaire Boys Club (kurz BBC) mehr Höhen und Tiefen erlebt, als manch anderer in seinem gesamten Showgeschäft-Dasein. Die Marke, die von Beginn an eng mit Pharrells Sneaker-Linie „Ice Cream“ verknüpft war, sollte gemeinsam mit den Schuhen in Kooperation mit Reebok auf den Markt kommen. Während die Schuhe vom Sportkonzern veröffentlicht wurden, musste die Clothingline jedoch hinten anstehen. Der daraus resultierende Streit zwischen Pharrell und dem Sportswear-Label nahm 2005 mit der Auflösung der Kooperation sein Ende.

Daraufhin tat sich Williams mit der japanischen Musik- und Modeikone Nigo zusammen, der mit seiner A Bathing Ape-Marke bereits große Erfolge feiern konnte. Fortan erschien BBC als Partner-Marke des japanischen Kult-Labels. 2011 stieg schließlich auch Businessmogul Jay Z als Partner mit in das Projekt ein.

In Stil-Fragen ist sich das Label seit seiner Gründung treu geblieben. Als edlere Version einschlägiger Skater-Marken erscheinen von BBC T-Shirts, Jeans, Hoodies, Jacken im typischen Streetwear-Tenor mit einem leicht luxuriösen Einschlag, der stellenweise an den „All American“-Look von Tommy Hilfiger erinnert. Von den prunkvollen, goldenen Schriftzügen, welche die Shirts anfänglich zierten, hat sich die Marke mittlerweile weitestgehend verabschiedet.

Stattdessen dominiert ein juveniler, aber dennoch bodenständiger Style die Kollektionen: Knöpfhemden, Chinos, Baseball-Caps, Bowlingshirts und Daunenwesten stellen nur einen kleinen Teil des weitreichenden Sortiments dar. Hier fühlt sich jeder zuhause, der den Streetwear-Style vergangener Tage liebt, ohne modisch in der Vergangenheit hängenbleiben zu wollen.

Freshe Klamotten von AKOO Clothing

Als T.I. 2005, 2006 zu einem der populärsten Rapper des internationalen Musikgeschäfts wurde und seine Single mit Rihanna sogar in Deutschland rauf und runter lief, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der geschäftige Ex-Dealer aus Atlanta sein eigenes Modelabel launchen würde. Tatsächlich startete er Ende 2008 sein Label AKOO Clothing. Ganz nach T.I. selbstverliehenem Titel „King of the South“ steht A.K.O.O. für „A King Of Oneself”.

Den Style beschrieb der Rapper in einem Interview mit MTV einst passend als “Upscale Urban Apparel”. Seinem eigenen Kleidungsstil entsprechend, wird bei genauerer Betrachtung des Sortiments deutlich, dass hier von Designermode inspirierte Schnitte und Styles mit einem Schuss Straßenattitüde gekreuzt werden. Das Ergebnis sind stilvolle Button Up-Shirts mit kleinen Patches, Hipster-Tanks mit abgefuckten USA-Flaggen und Beenies mit dem unverwechselbaren Akoo-Fuchs.

Doch auch Basic-Stücke wie Shirts mit Schriftzügen als Prints, Cargohosen und Hawaii-Shorts beherrscht die Design-Abteilung perfekt. Wie akzeptiert die Marke auch außerhalb der typischen HipHop-Klientel bereits ist, ließ sich erkennen, als selbst US-Talk-Legende Larry King mit einem stylischen Ako-Lederrucksack gesehen wurde. Andere Stars wie B.o.B., der auch bei T.I. Plattenfirma Grand Hustle unter Vertrag steht, und die Profi-Baseballspieler Curtis Granderson und Carl Crawford warben unlängst für das Label mit dem Fuchs.

In den USA hat die Marke damit ihren Status zementiert. In der restlichen Welt, ist ihr Bekanntheitsgrad zwar noch hinter den Marken anderer Rapper-Marken zu verorten. Dies macht sie für die Fashion-Kenner aber nur noch interessanter. So ein Akoo-Shirt ist eben doch noch eine ganze Ecke spezieller als das x-te Stück der letzten Phat Farm Kollektion.

Nach oben scrollen