Kategorie: Sneaker Legenden

Rap Mode: Die Klamotten-Labels der Rapstars, Teil 2

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Rapper sind auch abseits ihrer Karriere als Musiker sehr geschäftstüchtige Menschen. Der eine konzentriert sich dabei auf die Vermarktung von mehr oder weniger edlem Wodka, der andere hingegen versucht sich im Filmbusiness. Ein Geschäftszweig, auf den sich aber bis jetzt nahezu alle bekannteren Rapkünstler einigen konnten, ist der der eigenen Rap Mode.

Innerhalb der Superstar-Riege gehört es schon fast zum guten Ton, ein eigenes Label zu besitzen. Beim letzten Mal haben wir uns deshalb mit Sean John von Diddy und Rocawear von Jay Z zwei der populärsten Rapper-Modelabels angesehen. Dieses Mal machen wir genau dort weiter und nehmen die Marke „Billionaire Boys Club“ von Produzent, Sänger und Rapper Pharrell Williams sowie „Akoo“, das Rap Mode Label von T.I. unter die Lupe.

Rap Mode von Pharrell Williams

Rap Mode von Billionaire Boys Club

Pharrell Williams hat allein mit seiner Modemarke Billioinaire Boys Club (kurz BBC) mehr Höhen und Tiefen erlebt, als manch anderer in seinem gesamten Showgeschäft-Dasein. Die Marke, die von Beginn an eng mit Pharrells Sneaker-Linie „Ice Cream“ verknüpft war, sollte gemeinsam mit den Schuhen in Kooperation mit Reebok auf den Markt kommen. Während die Schuhe vom Sportkonzern veröffentlicht wurden, musste die Clothingline jedoch hinten anstehen. Der daraus resultierende Streit zwischen Pharrell und dem Sportswear-Label nahm 2005 mit der Auflösung der Kooperation sein Ende.

Daraufhin tat sich Williams mit der japanischen Musik- und Modeikone Nigo zusammen, der mit seiner A Bathing Ape-Marke bereits große Erfolge feiern konnte. Fortan erschien BBC als Partner-Marke des japanischen Kult-Labels. 2011 stieg schließlich auch Businessmogul Jay Z als Partner mit in das Projekt ein.

In Stil-Fragen ist sich das Label seit seiner Gründung treu geblieben. Als edlere Version einschlägiger Skater-Marken erscheinen von BBC T-Shirts, Jeans, Hoodies, Jacken im typischen Streetwear-Tenor mit einem leicht luxuriösen Einschlag, der stellenweise an den „All American“-Look von Tommy Hilfiger erinnert. Von den prunkvollen, goldenen Schriftzügen, welche die Shirts anfänglich zierten, hat sich die Marke mittlerweile weitestgehend verabschiedet.

Stattdessen dominiert ein juveniler, aber dennoch bodenständiger Style die Kollektionen: Knöpfhemden, Chinos, Baseball-Caps, Bowlingshirts und Daunenwesten stellen nur einen kleinen Teil des weitreichenden Sortiments dar. Hier fühlt sich jeder zuhause, der den Streetwear-Style vergangener Tage liebt, ohne modisch in der Vergangenheit hängenbleiben zu wollen.

Freshe Klamotten von AKOO Clothing

Als T.I. 2005, 2006 zu einem der populärsten Rapper des internationalen Musikgeschäfts wurde und seine Single mit Rihanna sogar in Deutschland rauf und runter lief, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der geschäftige Ex-Dealer aus Atlanta sein eigenes Modelabel launchen würde. Tatsächlich startete er Ende 2008 sein Label AKOO Clothing. Ganz nach T.I. selbstverliehenem Titel „King of the South“ steht A.K.O.O. für „A King Of Oneself”.

Den Style beschrieb der Rapper in einem Interview mit MTV einst passend als “Upscale Urban Apparel”. Seinem eigenen Kleidungsstil entsprechend, wird bei genauerer Betrachtung des Sortiments deutlich, dass hier von Designermode inspirierte Schnitte und Styles mit einem Schuss Straßenattitüde gekreuzt werden. Das Ergebnis sind stilvolle Button Up-Shirts mit kleinen Patches, Hipster-Tanks mit abgefuckten USA-Flaggen und Beenies mit dem unverwechselbaren Akoo-Fuchs.

Doch auch Basic-Stücke wie Shirts mit Schriftzügen als Prints, Cargohosen und Hawaii-Shorts beherrscht die Design-Abteilung perfekt. Wie akzeptiert die Marke auch außerhalb der typischen HipHop-Klientel bereits ist, ließ sich erkennen, als selbst US-Talk-Legende Larry King mit einem stylischen Ako-Lederrucksack gesehen wurde. Andere Stars wie B.o.B., der auch bei T.I. Plattenfirma Grand Hustle unter Vertrag steht, und die Profi-Baseballspieler Curtis Granderson und Carl Crawford warben unlängst für das Label mit dem Fuchs.

In den USA hat die Marke damit ihren Status zementiert. In der restlichen Welt, ist ihr Bekanntheitsgrad zwar noch hinter den Marken anderer Rapper-Marken zu verorten. Dies macht sie für die Fashion-Kenner aber nur noch interessanter. So ein Akoo-Shirt ist eben doch noch eine ganze Ecke spezieller als das x-te Stück der letzten Phat Farm Kollektion.

Rapper Marken: Die Klamotten-Labels der Rapstars I

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Diese Rapper sind schon geschäftstüchtige Typen, das muss man ihnen lassen. Fast jeder der ganz Großen im HipHop hat neben der Musik allerhand Nebentätigkeiten, oder auf Neudeutsch mindestens einen Side-Hustle in Form von Rapper Marken.

Russel Simmons macht Werbung für Prepaid-Kreditkarten, Diddy bringt Schnaps an die jungen Menschen, DMX konsumiert vornehmlich Drogen und 50 Cent macht irgendwie alles. Doch was sie zusätzlich alle gemeinhaben: Sie haben oder hatten alle erfolgreiche Clothing-Lines, die ihnen das ein oder andere zusätzliche Milliönchen einbrachten.

Wir wollen euch in unserer neuen Serie die bekanntesten Modelabels, die von Rappern ins Leben gerufen wurden, vorstellen und machen diesmal den Anfang mit Diddys Sean John-Label und Jay Zs Rocafella.

Rapper Marken: Sean John

Sean Combs alias Puff Diddy alias P. Diddy alias Diddy war schon immer mehr ein findiger Geschäftsmann als Rapper. 1998 gründete er aus seinen beiden Vornamen das Modelabel Sean John, indem er ein paar simple schwarze Import-T-Shirts aus Fernost mit seinem Namen bedrucken ließ.

Wenige Jahre später war die Marke zu einer der größten im Urban-Clothing Segment angewachsen. Baggys, Trainingsanzüge, Jerseys, Pullover – das Sortiment war riesig, die Umsätze beeindruckend. In einer Zeit, in der weit geschnittene HipHop-Klamotten das Ding der Stunde waren, mischte Diddy’s Label an der Spitze mit. So lief das bis 2006, als der Trend langsam zurückging und man auch bei Sean John erstmals mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hatte. Doch Diddy reagierte schnell und ließ seine Design-Abteilung der Marke einen neuen, extravaganten Touch verpassen.

Rapper Marke Diddy: Sean Combs
Foto Credit: Arthur from Westchester County north of NYC, USA, at Arthur@NYCArthur.com

Heute ist Sean John vor allem für exklusivere Haute Couture und Prêt-à-porter-Mode bekannt und ist damit wahrscheinlich das einzige Streetwaer-Label, dem dieser Richtungswechsel erfolgreich geglückt ist. Und tatsächlich müssen sich die edle Denim-Kleidung, die trendigen Hemden und hochqualitativen Sweatshirts nicht hinter den Produkten anderer Luxuslabels verstecken. Auf große Labelprints wird mittlerweile verzichtet, der Streetwear-Look von früher musste weitestgehend erwachsenen Schnitten weichen, welche nur noch entfernt an alte Zeiten erinnern. Klar ist, dass damit aber auch die niedrigen Preise früherer Streetwear-Kollektionen passé sind. Klar ist aber auch, dass hier ein Label alte Zöpfe abschneiden konnte und sich nun in einem überraschend erwachsenem Stil präsentiert. Mission „Erwachsenwerden und mit der Zeit gehen“ erfolgreich erfüllt!

Rapper Marken: Rocawear

Auch Rocawear, das Label des Rapmoguls Jay Z startete als klassisches Urban-Fashionlabel im Jahr 1999. Im damaligen Hype um HipHop-Streetwear wollte Geschäftsmann Jay Z es sich natürlich nicht nehmen lassen, mitzumischen und brachte das Label, welches er in Anlehnung an den Namen seines Plattenlabels Roc-A-Fella benannte, extrem erfolgreich an den Start. In Europa konnte die Marke sogar noch weitaus größere Erfolge verbuchen als Diddys Sean John-Label. Vor allem die klassischen Rocawear-Baggys fanden hierzulande reißenden Absatz.

Rapper Marken: Rocawear

Doch auch am Sortiment von Jay Z’s Streetwear-Label nagte irgendwann der Zahn der Zeit. Anstatt aber eine komplette 180-Grad-Drehung a la Sean John zu machen, erweiterte man bei Rocawear das Sortiment geschickt um enger geschnittene Denims, Jeans im modernen Destroyed-Gewand, knappere Shirts und stilvolle Track-Jacken. Um das alte Publikum nicht zu verschrecken, blieben diverse weit geschnittene Stücke jedoch im Bestand. Auch die Preise wurden nicht künstlich nach oben geschraubt.

Rocawear Rapper Kleidung

Stattdessen bietet Rocawear nach wie vor zeitgemäße Streetwear zu bezahlbaren Preisen. Ob es Jay Zs Anliegen war, den Leuten aus dem Ghetto etwas zurückzugeben, oder ob es einfach daran liegt, dass man mit günstigeren Klamotten mehr Cash macht – wer weiß das schon? Fakt ist, dass die Marke trotz schwerer Zeiten noch immer Erfolge verbuchen kann und mit Ciara, Trey Songz und anderen RnB-Künstlern zuletzt einige populäre Gesichter für ihre Kollektionen gewinnen konnte. Ein weiterer Beleg für den untrüglichen Geschäftssinn Shawn Carters alias Jay Z.

Sneaker-Klassiker Teil 5: Vans SK8-HI und New Balance 574

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In den vergangenen vier Teilen unseres kleinen Sneakerklassiker-Lexikons haben wir euch bereits einige legendäre Schuh-Must-Haves vorgestellt. Meist kommen sie – das muss man ganz klar sagen – von den großen, bekannten Sportschuh-Herstellern. So haben Adidas und co bereits eine ganze Reihe von Sneakers auf den Markt gebracht, die man ruhigen Gewissens als absolute Classics bezeichnen kann. Dieses Mal wollen wir ein bisschen über den Tellerrand hinaus gucken und haben uns gefragt, was es denn für Modelle abseits der Labels gibt, an die man sofort denkt, wenn es um All Time-Favorite Sneakers geht. VANS und New Balance mögen als Schuhlabels beim besten Willen keine kleine Fische sein und dennoch kommen sie selbst Kennern relativ selten in den Sinn, wenn es um echte Klassiker geht. Mit den Vans SK8-HI und den New Balance 574 stellen wir den Gegenbeweis an: zwei echte Klassiker, die viel zu schnell unter den Teppich fallen.
Sneaker-Klassiker Teil 5: Vans SK8-HI und New Balance 574

Vans SK8-HI

Der SK8-HI hat eine lange Geschichte hinter sich. Auf den Markt gebracht wurde er unter der Bezeichnung „Hi-Top“ bereits 1966, also noch lange vor den meisten anderen Sneakers, die man heute gerne als Klassiker bezeichnet. Seine Besonderheit ist, dass er der erste Schuh war, der speziell zum Skaten entwickelt wurde. Zwar war sein Design deutlich an den Chuck Taylor All Stars von Converse angelehnt, jedoch war der Hi-Top viel robuster und standfester, als die dünneren Chucks. Dies war vor allem der verstärkt benötigten Stabilität beim Skaten geschuldet. Beinahe noch wichtiger als beim Basketball war es für die Skater, Gelenke zu schützen und zu stützen. Der Hi-Top, der einige Jahre später schließlich seinen heutigen Namen Sk8-Hi erhielt, erfüllte diese Voraussetzungen perfekt.  Zudem sitzt er durch seine leichtere Fütterung im Inneren perfekt und schmiegt sich passgenau an den Fuß seines Trägers an. Wie bei vielen anderen Classics sind auch vom Sk8-Hi unzählige Versionen in verschiedenen Farb- und Stoffkombinationen erschienen. Das grundsätzliche Design findet sich jedoch bei nahezu allen Sk8-Hi‘s: die hoch geschnittene Form des Schuhs, der Vans-typische Streifen an der Seite, die stilprägenden Nähte an Zehenkappe und die Overlays beim Obermaterial machen die Sneakers unverwechselbar. Seine Individualität kann man mit einem der unzähligen Designs zum Ausdruck bringen. Egal ob zurückhaltend und einfarbig, oder im beliebten Checkerboard-Design – die Klassikermodelle von Vans werden längst auch von Leuten getragen, die mit Skateboards nicht viel zu tun haben und Halfpipes höchstens vom „Tony Hawk-Pro Skater“-Spielen kennen. Denn geil aussehen kann man nämlich trotzdem, Skatesport hin oder her.
Sneaker-Klassiker Teil 5: Vans SK8-HI und New Balance 574

New Balance 574

Kaum ein anderer Klassiker-Sneaker ist so universell wie der New Balance 574. Ein Schuh, der genauso selbstbewusst auf der Straße gerockt werden kann, wie am Fuß einer Krankenschwester? – Der 574 macht es möglich. Dieser unglaublich stylische Basic-Schuh lässt sich wohl ohne Frage als DAS Flaggschiff aus dem Hause New Balance bezeichnen. Entwickelt wurde der 574 als klassischer Laufschuh, und obwohl das bis heute auch sein Haupt-Einsatzgebiet ist, hat er sich doch zu einem echten Lifestyleprodukt gemausert. Dafür verantwortlich sind – auch hier wieder – tausende verschiedener Farb- und Materialkombinationen, die viele Sammler in ihren Bann gezogen haben. Beim Hersteller hat man diesen Trend natürlich erkannt und dementsprechend über die Jahre hinweg diverse Limited und Special Editions auf den Markt gebracht. Wer ein bisschen auf der New Balance-Webseite herumsurft findet die 574er in Farbkombinationen wie „Patriotic“ (für die stolzen US-Bürger in Blau, Weiß, Rot, passend zur Flagge neben der Haustür), „Fruity“ (die sich dank „Fruit Color Pack“ knallig-sommerlich geben) oder „Reflective“ (im glänzend-bunten 80s-Style: grenzwertig, aber schützt durch seine Auffälligkeit auf jeden Fall auch im Straßenverkehr). Die Kombinierbarkeit mit verschiedensten Looks ist damit garantiert und erklärt die stetig wachsende Fangemeinde hinter dem Lifestyle-Sneaker im Laufschuhlook. Ein echter Augenschmaus, zudem unglaublich bequem und belastbar im Alltag und beim Sport. Dazu eine markante Sohle und das typische New Balance-„N“ an der Seite – und der 574 erfüllt alle Kriterien, die ein echter Classic-Sneaker braucht.

Reebok Pump und Puma Suede: Sneaker-Klassiker Teil 4

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Nicht jeder kann ein Schuh-Nerd sein und wissen, welche Sneakers essentiell sind. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Pflichtprodukten, bei denen es für den wahren Kenner einfach dazu gehört, sie zu besitzen. Andererseits taugen Klassiker-Sneakers bei den immer noch häufig vorkommenden völlig style-unaffinen Menschen dazu, dass man ihnen diese ruhigen Gewissens ans Herz legen kann. Diese Sneakers sind eben einfach eine sichere Bank; man kann mit ihnen nicht viel falsch machen. Zwei besondere Eyecatcher dieser Riege, die wir diesmal vorstellen wollen, sind Modelle aus dem Hause Reebok und Puma: der Pump und der Suede.
Reebok Pump und Puma Suede: Sneaker-Klassiker Teil 4

Reebok Pump

Wenn es von uns einen Preis für besondere Innovation im Sneaker-Markt gäbe – Reebok hätte ihn sicher. Die legendären Reebok Pump können ruhigen Gewissens als Meilenstein und wohl interessantestes Klassiker-Sneakermodell bezeichnet werden. 1989 auf den Markt gekommen, faszinierten die Basketballschuhe mit einer neuartigen Technologie, mit der sie der Aufmerksamkeit aller Sportfanatiker sicher sein konnten. Das Design der ersten Reebok Pump erinnert mit seinem für die 80er Jahre typischen Look an andere Klassiker wie die Air Force One, im Gegensatz zu diesen war der Pump jedoch lediglich als high Top-Variante erhältlich. Die Idee hinter der integrierten Pump-Technologie war, dass gerade Schuhe für den Basketballsport einen hohen Tragekomfort brauchen und für hohe Sprünge und maximale Beweglichkeit individuell an den Spieler angepasst werden müssen. Da man nun aber nicht für jeden einzelnen Spieler einen eigenen Schuh produzieren konnte, wurde in die Sohle der Sneakers Luftkissen integriert, welche über einen kleinen Basketball auf der Schuhzunge nach Belieben aufgepumpt werden konnten. Damit boten die Sneaker maximalen Tragekomfort bei hinreißender Optik. Die Pump-Technologie kommt heute bei diversen Reebok Modellen zum Einsatz, unter anderem findet sie vor allem bei Laufschuhen häufig Anwendung. Die traditionellen Pump-Basketballschuhe werden hin und wieder neu aufgelegt, oftmals jedoch nur in kleinen Auflagen. Mit der strengen Limitierung will Reebok offenbar den schon fast mystifizierten Hype um seinen Klassiker weiter aufrechterhalten – und es funktioniert! Das Design der Retro-Modelle hat sich inzwischen jedoch etwas gewandelt und sich dem Zeitgeist angepasst. Heute erinnern Modelle wie Pump-Retros von 2005 oder vor allem die Pump Axt ein bisschen an die Air Max vom Konkurrenten Nike. Glücklich kann sich also derjenige schätzen, der eines der originalen Modelle von Anfang der 90er besitzt. Was für einen Preis ein echter Sneaker-Fan dafür bezahlen würde – man mag es sich gar nicht vorstellen.
Reebok Pump und Puma Suede: Sneaker-Klassiker Teil 4

Puma Suede

Auch der Puma Suede ist ein Kind der 80er Jahre und hat seither nichts von seinem Reiz verloren. Als einer der erfolgreichsten Sneakers aus dem Hause Puma (und einer der erfolgreichsten überhaupt), ist der Hype um den Suede seit seinem Launch ungebrochen. Dafür verantwortlich ist in erster Linie sein klassisches, zurückhaltendes Design. Eine schlichte, meist weiße, an den Seiten geriffelte Sohle. Raues Echtleder in allen Farben, die das Herz begehrt. Wenige Nähte, die den schlichten Look unterstreichen. Der Puma auf der Zunge und der charakteristische Streifen an der Seite – meist im starken Farbkontrast zum restlichen Schuh – machen die Unverwechselbarkeit dieses Schuhs aus. Der Suede ist mit diesem Look das Sneaker-gewordene Understatement unter den Klassikern geworden. Einfach, klassisch, zeitlos. Der Puma Suede kommt meistens als Low Top daher, ist aber auch in der schon fast etwas cooleren, weil selteneren High-Top Variante zu haben. So oder so – der Suede hat seine Position mit aller Berechtigung und ist der beste Beweis, dass die Marke Puma im Sneaker-Segment nicht einfach wegzudenken ist.

Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker Teil 3

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Hübsche Sneakers gibt es viele, nur wenige sind jedoch echte Meilensteine. Schuhe, die immer gekauft werden, weil sie zeitlos sind, ihr Look Generationen überdauert und sie so zu echten Klassikern werden. Die großen Sneaker-Hersteller haben allesamt bestimmte Modelle im Sortiment, die es geschafft haben, die Massen für sich zu erobern. So auch Sportgigant Adidas mit den legendären Sambas und Nike mit den Air Jordans – jene Schuhe, die wir euch in einem weiteren Teil unserer Sneaker-Klassikerserie vorstellen wollen.
Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker Teil 3

Adidas Samba

Der Samba wurde von Adidas in den 70er Jahren auf den Markt gebracht und eroberte in kurzer Zeit die Herzen der Sportler im Sturm. Konzipiert wurde er seiner Zeit als Hallenfußballschuh. Über die Jahre hinweg hat er vom Hersteller zwar immer wieder ein kleines Makeover bekommen, im Großen und Ganzen ist man jedoch dem traditionellen Erfolgsrezept treu geblieben: strapazierfähiges und extrem leichtes Synthetik-Oberleder in Kombination mit hochwertigem Wildleder, bequeme, geprägte EVA-Innensohle und eine abriebfeste Außensohle. Mit diesen einfachen Bausteinen wurde der Samba zum erfolgreichsten Hallen-Sportschuh – millionenfach verkauft, tausendfach kopiert, nie erreicht. Kein Wunder, dass der Samba selbst über seine ursprüngliche Bestimmung hinaus längst auch auf der Straße getragen wird. Wer die letzten Teile unserer Klassiker-Sneaker-Reihe aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass zu einem echten Sneaker-Meilenstein mehr gehört, als einfach nur ein sich gut verkaufender Sportschuh zu sein. Nein, Klassiker kennzeichnen sich durch einen Style, der auch die Fashion-Victims überzeugt und problemlos auf der Straße getragen werden kann. Der Samba ist dort längst ebenso präsent wie beim Kicken in der Halle. Dabei überzeugt er durch seine extreme Langlebigkeit, seine Unverwüstlichkeit und eine beeindruckende Robustheit. Passend zur EM 2012 bietet Adidas im Übrigen derzeit standesgemäß eine Special-Edition in Schwarz, Rot, Gold an – kommt definitiv besser als verschmierte Deutschlandfahnen im Gesicht!
Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker Teil 3

Nike Air Jordan

Die Nike Air Jordan als ein einziges Klassikermodell einzuordnen ist an und für sich natürlich Quatsch – tatsächlich handelt es sich nämlich um eine Art „Marke in der Marke“ des Nike-Konzerns. Und dennoch trägt jedes neue Update der klassischen Sneaker-Reihe nach wie vor den Namen Air Jordan. Als Sporthersteller Nike noch weit davon entfernt war, den Sportschuhmarkt zu übernehmen, ging das Unternehmen eine Kooperation mit dem damaligen Basketball-Rookie Michael Jordan ein. Heute kann man sagen, dass die Karrieren von Sportler, Nike und der gemeinsamen Marke fast parallel kometenhaft aufgestiegen sind.

Seit dem Launch der ersten Air Jordan-Modelle im Jahr 1985 werden sie überaus erfolgreich jedes Jahr mit einem neuen Design geupdatet. Hinzukommen unzählige, teils bekannte und weit verbreitete, teils extrem rare Sonder-Edition und nahezu unbekannte Modelle. Somit handelt es sich bei dem Namen Nike Air Jordan um eine komplette Klassiker-Serie. Welche komplette Schuh-Reihe hat schon eine ganze Fanbase, die jeden der Sneakers sehnsüchtig erwartet, um schließlich mehrere hundert Euros oder Dollar für die begehrten Treter auf den Tisch zu legen? Hin und wieder wird den Jordans beim jährlichen Update ein komplett neuer Look verpasst, häufig werden aber auch Elemente von Vorgängermodellen übernommen und mit neuen, frischen Ideen kombiniert. So finden sich Air Jordans in den verrücktesten Formen und Farben. Zu den bekanntesten und beliebtesten gehören vor allem die frühen Modelle der Serie, die regelmäßig in Retro-Modellen neu aufgelegt werden: Die Air Jordan III, IV, VI, VII gelten als wahre Dauerbrenner. Nicht selten werden für die Jordans auch Elemente andere Nike-Schuhe übernommen. So gibt es Jordans, bei denen die Sohle vom Air Force One inspiriert ist, das Design oberhalb dieser jedoch vom Jordan IV stammt (Air Jordan Force Fusion 4) und weiteren crazy Special-Edition-Shit. Der Air Jordan fällt damit ein bisschen aus der Reihe unserer Klassiker-Galerie: Anstatt  bei dem Jordan auf einem immer gleich bleibenden Design zu beharren, an dem nur Nuancen geändert werden, lebt dieser Schuh davon, immer wieder revolutioniert zu werden. Doch wenn dabei so geniales Zeug rauskommt, wie bislang, dann kann das gerne auch noch ewig so weiter gehen.

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