Wo bleiben die neuen Sneaker-Innovationen? Teil 2

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Am Freitag haben wir euch bereits berichtet, dass es langsam an der Zeit ist, dass die Labels endlich wieder ihren Hintern zusammenkneifen sollen, um nach neuen Sneaker-Innovationen zu suchen.

Doch auch Adidas, Converse und co. haben auch ihren Teil dazu beigetragen, dass wir uns im Kreis drehen, wenn wir geile Schuhe picken wollen: Jahr für Jahr gehen die Konzerne auf Nummer sicher und bringen die millionste Special Edition der Superstars oder der Chucks heraus. Immer und immer wieder erscheinen neue 30th Anniversary-Editions, spezielle Versionen, die (angeblich) von Promis designt wurden so wie allerhand costumized-Schnickschnack.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die großen Klassiker haben alle ihre Daseinsberechtigung und natürlich ist es schön und akzeptabel dass sie in neuen und ausgefallenen Designs auf den Markt kommen. Aber würden die Designer bei den Labels diese Energie, die sie in ständige Neuauflagen stecken, stattdessen dafür benutzen, mal ein ausgefallenes NEUES Design zu entwickeln und dieses auch mit ordentlich groß aufgezogenen Kampagnen zu promoten (wie es in den 80ern gang und gebe war), hätten wir wahrscheinlich heute einige Klassiker mehr.

Auch das ständige Kopieren der Modelle von den Marken untereinander zeugt von mangelnder Kreativität derer, die eigentlich fürs Kreativsein bezahlt werden. Selbst aktuelle gehypte Modelle sind meistens nur ein billiger Abklatsch bereits bekannter Modelle: Bapestas sehen aus wie Air Forces, K-Swiss Schuhe sehen aus wie Adidas-Sneakers mit zu vielen Streifen und der Rest sieht durch die Bank aus wie Chucks (die wohl meistkopierten Sneakers überhaupt – da sind sich nicht mal Topdesigner zu schade, das Design eins zu eins zu übernehmen).

Alles in allem also ein recht düsteres Bild. Dort, wo eigentlich kreativ gearbeitet werden soll wird mehrheitlich Altbewährtes neu aufgelegt oder gnadenlos kopiert. Neue Wagnisse werden selten eingegangen, stattdessen wird auf Nummer Sicher gegangen. Doch auch das Publikum ist nicht komplett frei von Schuld: Ihr seid diejenigen, die „normale“ Sneakers in den Klassikerstatus heben können. Haltet die Superstars und die Jordans in Ehren, aber traut euch auch mal etwas Neues auszuprobieren! Damit wir irgendwann mal mehr als fünf, sechs Klassiker im Schuhschrank haben können.

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