Wedge Sneakers: Wie eine neue Sneaker-Form die Welt erobert – Teil 1

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Es brodelt sein langem im Sneaker-Markt. Wedgesneakers, also Sneakers mit verstecktem Keilabsatz, sind gerade dabei, ein ganzes Fashion-Segment komplett umzukrempeln. Frauen, die ihr Leben lang sportlich aussehende Sneakers abgelehnt haben, tragen plötzlich die über-angesagten Teile so stolz, wie die italienische Nationalmannschaft ihre Hymne singt. Wie konnte das passieren? – Der Versuch einer Aufarbeitung.

Der Keilabsatz – keine Neuheit in der Mode

Im Prinzip ist die Geschichte der Keilsohle an Schuhen keine komplett neue. Gerade in den letzten Jahren vor Ausbruch des Wedge-Sneaker-Hypes lagen bereits die Keilsandaletten stark im Trend. Doch selbst in den letzten Jahren war das Fashion-Phänomen keine wirkliche Neuheit. Keilabsätze gab es bereits seit den 30er Jahren, wo sie vom Italiener  Salvatore Ferragamo als orthopädische Hilfestellung für den zarten Damenfuß entwickelt wurden. Bereits damals bestanden sie meist aus einer angesagten Kork-Sohle, wie sie auch noch vor kurzer Zeit trendig war – aber weniger aus Stylegründen, als vielmehr wegen des allgemeinen Mangels an Leder und Kunststoffen. Ihren ersten Fashion-Hype erlebten die Schuhe mit den crazy Absätzen dann in den 70er Jahren, in denen analog zur damals typischen Mode, farbenfrohe Modelle populär waren.

Auch in den 90ern wurden Wedges von Loveparade-Besuchern und Technofans gefeiert, konnten sich als Schuhtypus nicht so durchsetzen, wie es aktuell bereits seit 2007 der Fall ist. Schon über fünf Jahre sind die Keilabsätze in der Modewelt präsent. Vor allem die eingangs erwähnten Flipflop- und Sandalenmodelle fanden reißenden Absatz. Kein Wunder, dass zuletzt schließlich auch die beiden größten Sneaker-Produzenten Nike und Adidas erkannten, dass sie sich dem Trend nicht mehr widersetzen können.

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