Sneakers von H&M und Zara – Teil 2

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Die Frage nach der Berechtigung von Billig-Sneakers stellt sich vielmehr, wenn es zur Qualität der Schuhe kommt. Machen wir uns nichts vor. So sehr Zara-Schuhe im Look vielleicht an die großen Marken anknüpfen können, so klar ist auch, dass Sneakers für 15 Euro nicht mit derselben Qualität aufwarten können, wie Schuhe für 70 Euro. Man muss an dieser Stelle realistisch sein. Wer zum H&M-Sneaker greift, wird kurzzeitig zufrieden sein aber sehr bald mit Löchern, bröckligem Kunstleder und ähnlichem zu kämpfen haben.

Nicht selten sind die günstigen Modelle zudem weniger bequem als Markensneakers. Oft heißt es da Tragekomfort ade. Die Frage ist also, was die eigenen Schuhe einem Wert sein sollen und vor allem, wo die Präferenzen liegen. Wer einfach zu einem bestimmten T-Shirt oder einem Top ein farblich passendes Paar Schuhe sucht, ohne gleich ein halbes Vermögen dafür auszugeben, der ist mit einem einfachen Paar H&M-Sneakers durchaus gut beraten. Wer jedoch etwas Bequemes und Langlebiges für den täglichen Gebrauch sucht, wer Qualitätsware will, der sollte zu Marken-Sneakers greifen.

Überhaupt, die Mischung macht’s. Niemand verlangt von euch, jeden Tag mit 150 Euro-Schuhen rumzulaufen. Gleichzeitig will natürlich niemand nur reine Billig-Ware tragen. Für den kurzen Wocheneinkauf bei Aldi in Lounge-Klamotten können ein paar passende Günstig-Sneakers auch ganz schön viel hermachen. Zudem lassen sich H&M-Sneakers mit ihrem Basic Look viel besser costumizen, als sündhaft teure Adidas-Sneakers: Ein paar Nieten drauf, mal den Edding zücken und sich ein bisschen austoben oder mit Buttons und Aufnähern verzieren – günstige Schuhe bieten den perfekten Spielplatz für das kreative Sneaker-Herz. Und wenn die Pimp-My-Sneakers Aktion in die Hose geht, hat man wenigstens kein Vermögen dafür in den Sand gesetzt.

Ihr seht also: Auch wenn günstige No Name-Schuhe großer Modeketten qualitativ nicht mit Markenprodukten mithalten können, haben sie durchaus ihre Daseinsberichtigung: Sie sind preislich unschlagbar, ihr Look ist zurückhaltend und nicht zwangsweiset hässlich und sie lassen sich ohne schlechtes Gewissen ganz nach dem eigenem Geschmack bearbeiten. Daher sollten auch die Markenfetischisten nicht davor zurückschrecken, neben all den Luxusmodellen auch ruhig ein paar Sneakers von Zara und co parat zu haben – man kann ja schließlich nie wissen.

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