Schnürsenkel binden – eine Wissenschaft für sich

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Komm, gib es zu – auch in dir steckt ein Kind! Ein infantiler Charakter mit dummen Ideen, die keinen Sinn, aber dafür verdammt viel Spaß machen. Sonst würdest du dich schließlich auch nicht so sehr für Sneakers interessieren! Doch wenn dir das nicht schon genug infantiler Mist ist, mit dem du dich beschäftigen kannst, haben wir hier was Neues für dich. Ein paar verrückte Ideen, auf welche unterschiedlichen Weisen du dir deine Schuhe zubinden kannst! Ja, du hast richtig gelesen!

Criss Cross

Die wohl gängigste Methode seine Sneakers zu binden und am besten geeignet für 146cm Standard Laces. Die Enden werden durch die vordersten Schlaufen geführt, überkreuzt und von oben oder unten durch die nächsten Schlaufen geführt und immer so weiter. Hat sich etabliert, ist gängig, unauffällig – und vielleicht ein bisschen langweilig.

Frisch aus der Packung

Wer Sneaker-Nerd ist und der Welt gerne zeigt, dass er nur frische Kicks trägt, lässt die Schnürung der fabrikneuen Sneakers so, wie sie ist. Meistens sind die Schnürsenkel dann zu einem kleinen Knäuel zusammengebunden. Kann man mit viel Mühe auch versuchen nachzubinden, sieht jedoch selten so aus, wie frisch aus dem Laden. Aus diesem Grund  lassen viele diese Schnürung so lange wie möglich bestehen, wenn sie sich ein neues Paar gecoppt haben. Pech für den, der ein Paar ergattert hat, welches von Anprobe-Idioten vorher schon aufgedröselt wurde… tse, tse, tse.

Lock Lacing

Das Lock Lacing ist eine etwas kompliziertere Technik. Hast du dich jemals gefragt, warum die beiden obersten Schlaufen-Löcher meist so dicht beieinander liegen? Damit du das Lock Lacing machen kannst! Bis zu den letzten vier Löchern am Knöchel wird der Schuh nach der traditionellen Criss Cross-Weise geschnürt. Die vorletzten Schlaufen werden jedoch übersprungen, die Laces werden von unten durch die beiden obersten Löcher gezogen und von dort wiederum von oben durch die beiden vorletzten. Dann werden die Senkel gekreuzt und festgezogen. Gibt – getreu des Namens – der Ferse starken halt und verhindert das nervige, ungewollte Rausschlüpfen aus den Schuhen – und das ganz ohne Schleife. Perfekt!

X-Faktor

Wem die gebundenen Schnürsenkel zu sehr auf den Fußrücken drücken, für den empfiehlt sich der X-Faktor. Hier überkreuzen sich die Laces nämlich nur zweimal und üben damit weniger Druck auf das zarte Füßchen aus. Die Bindung ist der einfach: Die Senkel werden durch die beiden untersten Schlaufen gezogen und dann von unten durch die nächsten Schlaufen aus derselben Seite. Erst wenn du sie durch das zweite Schlaufenpaar gezogen hast werden sie überkreuzt. Dann gehen sie wieder auf derselben Seite von unten das nächste Schlaufenpaar, dann werden sie weiter gekreuzt. Halb so viele „Kreuzungen“ bedeutet weniger Druck, höheren Tragekomfort. Aber der Stylefaktor? Hmm.

Schachbrett

Der Schachbrett, von manchen geliebt, von vielen gehasst, ist ein Sonderfall, der früher vor allem mit den berüchtigten (und nur mit extrem langen!) Fat-Laces funktionierte, heute jedoch kaum mehr gesehen wird. Ist die Menschheit reif für sein Comeback? – Man weiß es nicht. Für den Fall, dass du es probieren willst: Schnüre eines der Laces S-förmig wie eine Schlange durch die Schlaufen, sodass sich ein Ende an den untersten Schlaufen, das andere an den obersten befindet. Jetzt nimmst (je nach Länge) ein bis zwei weitere andersfarbige Schnürsenkel und ziehst sie abwechselnd von oben und von unten durch das S. Du verwebst sie quasi miteinander, sodass ein Schachbrettmuster dabei entsteht. Et voila! Funktioniert vor allem mit sehr breiten Sneakers, wie z.B. Skate-Schuhen.

Disclaimer

Natürlich ist das hier nur ein winziger Ausschnitt von Millionen von Arten und Weisen, wie man seine Sneakers binden kann und soll lediglich als kleine Inspiration dienen. Noch unzählige weitere und bebilderte Ideen findest du in Standardwerken wie „Laces – 100 Ways to Pimp Your Kicks“ und auf entsprechenden Webseiten. Und nun: Viel Spaß beim Binden!

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