Reebok Pump und Puma Suede: Sneaker-Klassiker Teil 4

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Nicht jeder kann ein Schuh-Nerd sein und wissen, welche Sneakers essentiell sind. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Pflichtprodukten, bei denen es für den wahren Kenner einfach dazu gehört, sie zu besitzen. Andererseits taugen Klassiker-Sneakers bei den immer noch häufig vorkommenden völlig style-unaffinen Menschen dazu, dass man ihnen diese ruhigen Gewissens ans Herz legen kann. Diese Sneakers sind eben einfach eine sichere Bank; man kann mit ihnen nicht viel falsch machen. Zwei besondere Eyecatcher dieser Riege, die wir diesmal vorstellen wollen, sind Modelle aus dem Hause Reebok und Puma: der Pump und der Suede.

Reebok Pump

Wenn es von uns einen Preis für besondere Innovation im Sneaker-Markt gäbe – Reebok hätte ihn sicher. Die legendären Reebok Pump können ruhigen Gewissens als Meilenstein und wohl interessantestes Klassiker-Sneakermodell bezeichnet werden. 1989 auf den Markt gekommen, faszinierten die Basketballschuhe mit einer neuartigen Technologie, mit der sie der Aufmerksamkeit aller Sportfanatiker sicher sein konnten. Das Design der ersten Reebok Pump erinnert mit seinem für die 80er Jahre typischen Look an andere Klassiker wie die Air Force One, im Gegensatz zu diesen war der Pump jedoch lediglich als high Top-Variante erhältlich. Die Idee hinter der integrierten Pump-Technologie war, dass gerade Schuhe für den Basketballsport einen hohen Tragekomfort brauchen und für hohe Sprünge und maximale Beweglichkeit individuell an den Spieler angepasst werden müssen. Da man nun aber nicht für jeden einzelnen Spieler einen eigenen Schuh produzieren konnte, wurde in die Sohle der Sneakers Luftkissen integriert, welche über einen kleinen Basketball auf der Schuhzunge nach Belieben aufgepumpt werden konnten. Damit boten die Sneaker maximalen Tragekomfort bei hinreißender Optik. Die Pump-Technologie kommt heute bei diversen Reebok Modellen zum Einsatz, unter anderem findet sie vor allem bei Laufschuhen häufig Anwendung. Die traditionellen Pump-Basketballschuhe werden hin und wieder neu aufgelegt, oftmals jedoch nur in kleinen Auflagen. Mit der strengen Limitierung will Reebok offenbar den schon fast mystifizierten Hype um seinen Klassiker weiter aufrechterhalten – und es funktioniert! Das Design der Retro-Modelle hat sich inzwischen jedoch etwas gewandelt und sich dem Zeitgeist angepasst. Heute erinnern Modelle wie Pump-Retros von 2005 oder vor allem die Pump Axt ein bisschen an die Air Max vom Konkurrenten Nike. Glücklich kann sich also derjenige schätzen, der eines der originalen Modelle von Anfang der 90er besitzt. Was für einen Preis ein echter Sneaker-Fan dafür bezahlen würde – man mag es sich gar nicht vorstellen.

Puma Suede

Auch der Puma Suede ist ein Kind der 80er Jahre und hat seither nichts von seinem Reiz verloren. Als einer der erfolgreichsten Sneakers aus dem Hause Puma (und einer der erfolgreichsten überhaupt), ist der Hype um den Suede seit seinem Launch ungebrochen. Dafür verantwortlich ist in erster Linie sein klassisches, zurückhaltendes Design. Eine schlichte, meist weiße, an den Seiten geriffelte Sohle. Raues Echtleder in allen Farben, die das Herz begehrt. Wenige Nähte, die den schlichten Look unterstreichen. Der Puma auf der Zunge und der charakteristische Streifen an der Seite – meist im starken Farbkontrast zum restlichen Schuh – machen die Unverwechselbarkeit dieses Schuhs aus. Der Suede ist mit diesem Look das Sneaker-gewordene Understatement unter den Klassikern geworden. Einfach, klassisch, zeitlos. Der Puma Suede kommt meistens als Low Top daher, ist aber auch in der schon fast etwas cooleren, weil selteneren High-Top Variante zu haben. So oder so – der Suede hat seine Position mit aller Berechtigung und ist der beste Beweis, dass die Marke Puma im Sneaker-Segment nicht einfach wegzudenken ist.

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