Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker Teil 3

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Hübsche Sneakers gibt es viele, nur wenige sind jedoch echte Meilensteine. Schuhe, die immer gekauft werden, weil sie zeitlos sind, ihr Look Generationen überdauert und sie so zu echten Klassikern werden. Die großen Sneaker-Hersteller haben allesamt bestimmte Modelle im Sortiment, die es geschafft haben, die Massen für sich zu erobern. So auch Sportgigant Adidas mit den legendären Sambas und Nike mit den Air Jordans – jene Schuhe, die wir euch in einem weiteren Teil unserer Sneaker-Klassikerserie vorstellen wollen.

Adidas Samba

Der Samba wurde von Adidas in den 70er Jahren auf den Markt gebracht und eroberte in kurzer Zeit die Herzen der Sportler im Sturm. Konzipiert wurde er seiner Zeit als Hallenfußballschuh. Über die Jahre hinweg hat er vom Hersteller zwar immer wieder ein kleines Makeover bekommen, im Großen und Ganzen ist man jedoch dem traditionellen Erfolgsrezept treu geblieben: strapazierfähiges und extrem leichtes Synthetik-Oberleder in Kombination mit hochwertigem Wildleder, bequeme, geprägte EVA-Innensohle und eine abriebfeste Außensohle. Mit diesen einfachen Bausteinen wurde der Samba zum erfolgreichsten Hallen-Sportschuh – millionenfach verkauft, tausendfach kopiert, nie erreicht. Kein Wunder, dass der Samba selbst über seine ursprüngliche Bestimmung hinaus längst auch auf der Straße getragen wird. Wer die letzten Teile unserer Klassiker-Sneaker-Reihe aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass zu einem echten Sneaker-Meilenstein mehr gehört, als einfach nur ein sich gut verkaufender Sportschuh zu sein. Nein, Klassiker kennzeichnen sich durch einen Style, der auch die Fashion-Victims überzeugt und problemlos auf der Straße getragen werden kann. Der Samba ist dort längst ebenso präsent wie beim Kicken in der Halle. Dabei überzeugt er durch seine extreme Langlebigkeit, seine Unverwüstlichkeit und eine beeindruckende Robustheit. Passend zur EM 2012 bietet Adidas im Übrigen derzeit standesgemäß eine Special-Edition in Schwarz, Rot, Gold an – kommt definitiv besser als verschmierte Deutschlandfahnen im Gesicht!

Nike Air Jordan

Die Nike Air Jordan als ein einziges Klassikermodell einzuordnen ist an und für sich natürlich Quatsch – tatsächlich handelt es sich nämlich um eine Art „Marke in der Marke“ des Nike-Konzerns. Und dennoch trägt jedes neue Update der klassischen Sneaker-Reihe nach wie vor den Namen Air Jordan. Als Sporthersteller Nike noch weit davon entfernt war, den Sportschuhmarkt zu übernehmen, ging das Unternehmen eine Kooperation mit dem damaligen Basketball-Rookie Michael Jordan ein. Heute kann man sagen, dass die Karrieren von Sportler, Nike und der gemeinsamen Marke fast parallel kometenhaft aufgestiegen sind.

Seit dem Launch der ersten Air Jordan-Modelle im Jahr 1985 werden sie überaus erfolgreich jedes Jahr mit einem neuen Design geupdatet. Hinzukommen unzählige, teils bekannte und weit verbreitete, teils extrem rare Sonder-Edition und nahezu unbekannte Modelle. Somit handelt es sich bei dem Namen Nike Air Jordan um eine komplette Klassiker-Serie. Welche komplette Schuh-Reihe hat schon eine ganze Fanbase, die jeden der Sneakers sehnsüchtig erwartet, um schließlich mehrere hundert Euros oder Dollar für die begehrten Treter auf den Tisch zu legen? Hin und wieder wird den Jordans beim jährlichen Update ein komplett neuer Look verpasst, häufig werden aber auch Elemente von Vorgängermodellen übernommen und mit neuen, frischen Ideen kombiniert. So finden sich Air Jordans in den verrücktesten Formen und Farben. Zu den bekanntesten und beliebtesten gehören vor allem die frühen Modelle der Serie, die regelmäßig in Retro-Modellen neu aufgelegt werden: Die Air Jordan III, IV, VI, VII gelten als wahre Dauerbrenner. Nicht selten werden für die Jordans auch Elemente andere Nike-Schuhe übernommen. So gibt es Jordans, bei denen die Sohle vom Air Force One inspiriert ist, das Design oberhalb dieser jedoch vom Jordan IV stammt (Air Jordan Force Fusion 4) und weiteren crazy Special-Edition-Shit. Der Air Jordan fällt damit ein bisschen aus der Reihe unserer Klassiker-Galerie: Anstatt  bei dem Jordan auf einem immer gleich bleibenden Design zu beharren, an dem nur Nuancen geändert werden, lebt dieser Schuh davon, immer wieder revolutioniert zu werden. Doch wenn dabei so geniales Zeug rauskommt, wie bislang, dann kann das gerne auch noch ewig so weiter gehen.

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