Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker Teil 2

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Die Modewelt, so schnelllebig und trendorientiert sie auch sein mag, setzt hin und wieder auf feste Größen. Marken, auf die sie sich verlassen kann; Looks, die immer wieder zurückkommen und bestimmte Stücke, die einfach zeitlos sind. So haben es einige wenige Sneakermodelle geschafft, über mehrere Jahrzehnte hinweg echte Kassenschlager zu sein. Bis heute verkaufen sie sich jedes Jahr millionenfach und sind zu echten Must Have’s geworden. Als beste Beispiele dafür gelten die beiden Nike-Klassiker Air Force One und Air Max, die wir uns beim letzten Mal genauer angesehen haben. Dieses Mal haben wir zwei weitere Sneaker-Klassiker gepickt, die in keiner gut sortierten Sammlung fehlen dürfen: die Converse Chucks und die Adidas Superstars.

Chuck Taylor All Star

Die Chuck Taylor All Stars – oder kurz Chucks – sind unter unseren Sneaker-Klassikern wohl die ältesten und traditionsreichsten Modelle. Die Sneakers wurden bereits 1918 als Basketballschuhe unter dem Namen All Star, damals lediglich in schwarz, veröffentlicht. Chuck Taylor, der damals Basketballspieler und freier Mitarbeiter der Firma Converse war, begann ab 1921 damit, für die Schuhe zu werben. Zwei Jahre später wurden sie schließlich in Chuck Taylor All Stars umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt erhielten sie auch ihren charakteristischen runden Aufnäher an der Seite, der bis heute fester Bestandteil des Designs ist. Dieses hat sich in seinen Grundzügen seither kaum verändert: Die Sneakers werden als low oder high top angeboten und zeichnen sich durch ihre charakteristische „Waffel-Sohle“ und viel Stoff aus.

Wie die Klassiker-Modelle von Nike gibt es Chucks in endlos vielen Farben, Mustern und Motiven. Egal ob weiß, schwarz, rot, blau, bunt, kariert, mit Flammen oder mit Herzchen-Muster – es gibt kaum ein denkbares Design, welches nicht auf einen Converse All Star gebannt wurde. Fans suchen in den Modemetropolen nach limitierten Special Editions, bei denen statt Stoff bspw. Leder verwendet wurde oder lassen sich die Lieblingssneakers durch spezielle Stickereien oder Prints costumizen. Hin und wieder gibt es auch kleinere Specials bei den Sohlen oder Sondermodelle, die in Kooperation mit Bands oder Künstlern entstehen. So gab es bereits All Star-Versionen von den Fantastischen Vier oder den Ramones, was bereits zum Ausdruck bringt, dass sich alle Subkulturen auf die charakteristischen Klassiker einigen können. Doch auch abseits von Punk-, Rock- oder Skaterkreisen sind die All Stars bei allen Sneakerliebhabern bekannt als Exemplare, die man einfach haben muss.

Adidas Superstars

Zwar sind die Adidas Superstars – im Unterschied zu den Chucks – nicht über den gesamten Zeitraum seit ihrem Launch gleichbleibend erfolgreich. Dennoch erleben sie in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre einen neuen Hype – ein klarer Beleg dafür, wie zeitlos die Sneakers des deutschen Modegiganten sind. Vorläufer des Klassikers „Superstar“ waren im Übrigen die Adidas Supergrips, deren Stil für die Nachfolger zu großen Teilen übernommen wurde. Im Jahr 1969 als Basketballschuhe gelauncht, fanden sie relativ schnell eine wachsende Fanbase. Die Popularität der Sneaker stieg vor allem in den 80ern stark an, als sie quasi zur Pflichtkleidung der Superstars aus dem Musikbusiness wurden. So widmete die Band Run DMC den Schuhen sogar einen eigenen Song („My Adidas“, 1986) und auch heute zeigen sich Promis, Fashion-Victims und Stylefetischisten gerne in Superstars. Auch hier liegt das Erfolgsrezept in einem schlichten und dennoch unverwechselbaren Design: die drei charakteristischen Adidas-Streifen an der Seite, ein Logo an der Ferse und die so genannten „shell toes“, also die Muschel-ähnlichen Zehenkappen machen den Superstar-Look perfekt.

Anders als bei den Klassikern von Nike oder Converse finden sich Superstars in der Regel lediglich in Weiß oder in Schwarz, nur wenige Sonder-Editionen präsentieren sich mit ausgefallenen Mustern oder verrückten Farbkombinationen. Vielleicht mag das der Grund sein, warum die Superstars manchmal unter den Tisch fallen, wenn man von den großen Sneaker-Classics spricht. Doch allein der Fakt, dass sie bei der Abstimmung eines New Yorker Radiosenders 2011 zum „best shoe ever“ gewählt wurden, zeigt, dass es wohl doch noch genügend Leute gibt, die wissen, was Style bedeutet. Und dass Adidas Superstars diesen mit jeder Faser ausstrahlen.

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