Kategorie: Sneakers im Portrait

Unschlagbare Kooperation: Nike designed Sneaker für & other stories

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Für dieses Jahr erwartet uns eine ganz, ganz heiße Nachricht aus der Welt der Mode: Die schwedische Modekette H&M (Hennes & Mauritz) lanciert seine brandaktuelle Marke für junge Frauen mit Stil und eigener Geschichte: & other stories heißt die Nachricht der Stunde für alle Fashionvictims. Die etwas hochpreisigere Zweitmarke des erfolgreichen Modeunternehmens mit Sitz in Stockholm soll Frauen mit individuellem Style und starker Persönlichkeit ansprechen, die ihren Charakter modisch unterstreichen möchten: so hat der Brand gerade erst seine erste Brautjungfern Kollektion an den Start gebracht. Schreibe deine eigene Geschichte – so das ungeschriebene Motto des brandaktuellen Exports aus Schweden & other stories.

Mittlerweile wurden bereits erste Stores in London und Berlin eröffnet, weitere sollen folgen. Und auch die erste Ready-to-wear Kollektion für den Sommer wurde schon lanciert und im Internet zum Shoppen für alle Fashionista freigegeben. Doch nicht nur Kleidung steht im Vordergrund des neuen Labels & other stories. Auch Accessoires, Schmuck, Handtaschen und Schuhe präsentiert die Zweitmarke bereits auf seiner Webseite. Denn, wer eine eigene Modegeschichte schreiben möchte, der sollte auch breit aufgestellt sein – und bei genauerer Betrachtung zeigt sich: & other stories ist wirklich breit aufgestellt. Schon allein im Schuhsegment bietet die Brand Stiefel, Sandalen, High Heels, Boots, Ballerinas oder Sneaker an. Die Sneaker fallen besonders auf, denn sie sind entstanden durch eine kreative Kooperation mit der bekannten Sportmarke Nike. Grund genug für uns, einen exklusiven Blick auf die Kinder dieser Kooperation zwischen & other stories und Nike zu werfen. Vorhang auf für die Sneaker von & other stories!

„Wir glauben, dass Schuhe der Schlüssel zum Styling sind“ Nike & Other Stories Sneaker

Die Kooperation mit der Sportmarke Nike scheint für das Mutterunternehmen H&M zunächst erstaunlich. Setzte die schwedische Kette doch bisher meist auf kostengünstige Kreationen aus dem eigenen Hause. Doch bei & other stories scheint alles ein bisschen anders und vielleicht individueller zu sein. Die Kooperation zwischen & other stories und Nike für die aktuellen Sneaker ist nicht mehr ganz so erstaunlich, befasst man sich mit dem Firmenverständnis der neuen Zweitmarke. Hier geben die Designer und kreativen Köpfe zu Protokoll: „Wir glauben, dass Schuhe der Schlüssel zum Styling sind“, so soll in Zukunft nicht nur auf der Kleidung ein besonderes Interesse liegen, sondern auch Schuhen, Schmuck und Handtaschen ein besonderes Gewicht eingeräumt werden. Die Kooperation mit dem Hersteller von Sportschuhen, um exklusive Sneaker anbieten zu können, ist ein erster Beweis für die besondere Beachtung, die den Schuhen in der Kollektion von & other stories zu Teil werden soll.

Sportlich, bunt, beqeum: Air Max, Dunk Sky und Pre Montreal Racer

Bunt, extravagant und vor allem bequem kommen die Sneaker im Store von & other stories daher. Und alle Fans von Nike & Other Stories Sneaker haben ab sofort einen besonderen Grund, sich zu freuen. Einige Klassiker von Nike, wie der Air Max oder der Dunk Sky, sind im Store von & other stories in verschiedensten Farben erhältlich. So wird ein Air Max von Nike in Grau mit dicker Sohle in dezentem Grün ebenso angeboten, wie diverse Vintage-Versionen des populären Sneakers. Die neue Version des Air Max von 1987 bringt einen Hauch Vintage in dein Outfit und vergisst dabei nicht das Plus an Style und Komfort. Der Retro-Traum aus Textil, Leder und besonderer Fenstersohle ist in exquisiter Farbenkombination erhältlich: Das Logo des Labels Nike in Rot ist der Hingucker der Vintage-Sneaker, bekommt aber harte Konkurrenz von glänzenden Lila-Akzenten, die von einer Farbenkombination in Weiß und Grau umspielt werden. Retro und Vintage scheint & other stories bei der Wahl der Sneaker groß zu schreiben, denn auch der Pre Montreal Racer ist Teil der Kollektion. Er habe, so die Macher von & other stories den ultimativen Vintage-Look eines Laufschuhs. Wir sagen: Dieser Retro-Look ist euch super gelungen, danke Nike und & other stories! Wir wollen noch mehr Kooperationen sehen!

Film, inspiriere mich! – Wie Sneakers aus Filmen entstehen

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Wenn Sneakers auf Filme treffen, dann ist die Richtung, in die das Verhältnis beider Parteien verläuft, meist klar wie Kloßbrühe. Marke X zahlt meist einen unbestimmten Betrag Y – der sich vermutlich in schwindelerregenden Höhen befindet – damit möglichst viele Darsteller im Film die Schuhe von X tragen. Eine bessere Promo, als Millionen von Kinogängern dauernd auf die Großaufnahmen der eigenen Sneakers blicken zu lassen, lässt sich kaum vorstellen. Meist werden dafür vorgefertigte Modelle der Firma X aus dem Sortiment genutzt, die dann durch den Film gepusht werden. Doch so läuft es nicht immer. Hin und wieder kommen nämlich diese besonderen Filme auf die Leinwand. Filme, in denen Sneakers eben NICHT so aussehen sollen, wie von der Stange.

Hier verlangen die Filmproduzenten nach etwas Besonderem, etwas Einzigartigem mit hohem Wiedererkennungswert. Nach Schuhen, bei denen sowohl bei den Film- als auch von den Sneaker-Interessierten die Kinnlade runterklappt – ein echter „Aha“-Effekt eben. So kommt es hin und wieder vor, dass die Big Names der Schuhindustrie extra Modelle für einzelne Filme entwerfen, diese in dem entsprechenden Streifen promotet und schließlich in extrem geringer Stückzahl releaset werden.

Das hat zum einen den Vorteil, dass das Label mit den extrem raren Schuhen ein Mysterium erschafft, für das die Fans gut und gerne bereit sind hohe Geldbeträge hinzublättern, nur um zu den wenigen Auserwählten zu gehören, die eben genau DIESE Sneakers tragen können. Zum anderen befriedigt es schlicht und einfach die Sammelleidenschaft jener Nerds, die permanent auf der Suche nach dem Exklusiven, dem Seltenen, dem Besonderen sind. Ein scheinbare Win-Win-Situation, letztlich aber wohl eher der eindeutig größere Erfolg für Marke X. Marke X ist übrigens in 80 bis 90 Prozent der Fälle ein nicht ganz unbekanntes Label aus den USA, dessen Name mit N anfängt und mit ike endet. – Richtig geraten, bravo!

Im Ernst: Wenn es eine Marke gibt, die dieses Promo-Konzept durch geschickte Movie-Deals perfektioniert hat, dann ist es Nike. Das fängt an bei den futuristischen Sneakers, die die Designer für Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ entwarfen. Die selbst-schnürenden Zukunfts-Sneakers die Michael J. Fox im Film trug, waren zum Release des Blockbusters in den späten Achtzigern noch reine Utopie, 2011 wurden die Gebete der Fans jedoch endlich erhört. Unter dem Titel Nike Air MAG releaste Nike die vom Film inspirierten Schuhe mit crazy Leucht-Sohlen, einem unglaublich geschmeidigem Design und allerhand abgedrehter Details – natürlich streng limitiert auf 1500 Stück.

Ein weiterer echter Kracher war inspiriert vom Horror-Streifen „Dawn of the Dead“. In dem Zombie-Movie selbst spielten Sneakers zwar keine bedeutende Rolle, jedoch inspirierte er findige Design-Junkies bei Nike zu einer ganz besonderen Version der Nike SK Trainer 1A. Heraus kam eine Version eben jener Kicks in knallig-gruseliger Halloween-Farbgebung: nur echt in Weiß, Royal, Grau, Schwarz und Orange. Zugegeben, etwas gewöhnungsbedürftig mag die Farbgebung sein – aber dafür eben auch unglaublich speziell und interessant. Kurz: zum Verlieben, statt zum Gruseln.

Getoppt werden kann all dies eigentlich nur noch von der Space Jam-Edition des Jordan 11. Im Falle der einzigen und letzten großen Leinwand-Rolle von Michael Jordan, war es zwar keine große Überraschung, dass hierfür ein eigener Sneaker (na gut, eigentlich nur eine Special Edition) entworfen wurde. An der Besonderheit des Space Jam-Jordans änderte das aber natürlich nichts. So gilt das Modell auch heute noch als echte Rarität, für die Sammler auf Ebay gut und gerne 500 Euro aufwärts hinblättern. Dabei mussten die Jordan-Designer den 11er nicht einmal großartig kosmetisch überarbeiten, gilt doch schließlich bereits das Original-Modell als eines der beliebtesten der gesamten Jordan-Reihe. Die Farbgebung des Space Jam-Exckusives zeichnete sich jedoch vor allem durch den blau eingefärbten Jumpman aus, der auf dem schwarzen Grund geradezu leuchtend hervorsticht und damit unweigerlich die neidischen Blicke auf sich zieht – stilvoller kann man sich auf der Straße kaum bewegen.

Kein Standard mehr – zwei leicht verrückte Dunk-Modelle der SB-Serie

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Manchmal sind Skater zu beneiden. Nicht etwa für die verdrehten Knochen oder die Schürfwunden, die sie in schöner Regelmäßigkeit mit nach Hause bringen, sondern vor allem für die modischen Hingucker, die einschlägige Marken für sie immer wieder droppen. Ganz offensichtlich sind die Produzenten von Skate-Apparel die kreativeren Modemenschen – ein Fakt, der sich auch auf das Schuhwerk der Skater auswirkt. Gerade hat Nike in seiner SB-Serie dazu zwei Dunk-Modelle in der Pipeline – eines für Boarder, eines für Inline-Fans, die abgedrehter kaum sein könnten: den Dunk High LR Premium und den Krampus Dunk High.

Dunk High LR Premium

Der Dunk High LR Premium ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Skate Mental und Nike. Skate Mental, eine ohnehin schon leicht geistesgestörte Marke für Skate-Ausrüstung und -Mode, hat die Rollen an den Dunk montiert… Zumindest rein optisch, wenn man das so sagen kann. Gemeinsam mit Nike SB, der Skate-Abteilung der amerikanischen Sneaker-Dynastie, setzte man sich für eine ganz besondere Special Edition des beliebten Nike Dunks zusammen. Und das Wort „besonders“ beschreibt dieses Modell schon ganz gut.

Im Ursprungs-Schnitt ist der originale Dunk eindeutig zu erkennen: Der überklassische Look ist geprägt von den unverwechselbaren, geschwungenen Nähten und dem verlängerten Nike-Swoosh. Und wer etwas von Sneakers versteht, weiß natürlich, dass Dunks nur in der High-Top-Variante ihren einzigartigen Look so richtig entfalten können. Ein einzigartiger Look, der hier mit Inline-Elementen aufgepimpt wurde: Die gewohnte Dunk-Sohle wurde zugunsten einer Special-Sohle mit aufgedruckten Skate-Rädern ersetzt, der Knöchelbereich um eine an Skates erinnernde, geriffelte Schnalle erweitert. Zusätzlich wurden ins Obermaterial des Sneakers einige glänzende Lack-Elemente eingebaut. Ansonsten wurde das Design jedoch bewusst schlicht gehalten: Der Schuh erstrahlt in unschuldigem Weiß, welches lediglich durch einige wenige schwarze Parts aufgelockert wird. An der Fersen-Seite der Inline-Sohle prangt zudem der „Skate Mental“-Schriftzug, auf der Rückseite das Nike-Logo – fertig ist der Traum aller Skate-Fanatiker. Wer also auch abseits der Halfpipe oder der tagtäglichen Runde seine Vorliebe für Inlines representen will, für den sind diese Schuhe ein absolutes MUSS.

Krampus Dunk High

Wer jetzt glaubt, verrückter geht es kaum, der sollte sich schleunigst mal den Krampus Dunk High ansehen. Der Krampus bringt definitiv jedes Crazyness-Thermometer zum Explodieren. Sein Schöpfer Sean Cliver, seines Zeichens Skater und Zeichner, gilt als Meister der Provokation. Mit dem Krampus – seinem ersten eigenen Sneaker – zeigt er uns auch eindrucksvoll, warum. Das Design des Schuhs greift die Weihnachtsgeschichte vom St. Nikolaus und seinem böse Gegenpart Knecht Ruprecht (der eben oftmals auch „Krampus“ genannt wird) auf. So findet sich auf der Schuhzunge das Abbild des Weihnachtsteufels, zudem ergeben die beiden dazugehörigen Einlegesohlen ein Stoff-Abbild vom Nikolaus und seinem Gegenspieler.

Ja, ja wir wissen, dass die Weihnachtszeit längst vorbei ist. Aber heißt das, dass man deshalb auf ein solch unglaubliches Design verzichten sollte? – Please! An Grizzly-Stoff als Obermaterial hat Cliver übrigens auch sonst nicht gespart: sowohl an der Ferse als auch an der Seite und an den Zehen wurde mit schwarzem und rotem Stoff gearbeitet. Die Sohle ist an den Seiten rot gesprenkelt, wie man es etwa von einigen Jordan-Modellen kennt. Schlussendlich zeichnen sich die restlichen Parts durch grob genarbtes schwarzes Leder aus, aufgebrochen durch die Stoff-Ferse und das Nike-Swoosh in gemeingefährlichem Rot. Kurz gesagt: die „Krampus“ sind absolut sensationelle Sneakers, die an geistiger Verwirrungsstufe nicht zu übertreffen sind. Auch wenn sie aus der SB-Serie kommen und man selbst mit dem Skaten nichts am Hut hat – Scheiß drauf, nicht nur die Kollegen auf Rollen sollen in den Genuss dieser Bombenschuhe kommen.

Sneaker-Faszination in Reinkultur. Rausgehen, suchen, kaufen und glücklich sterben!

Die Adidas Originals Kollektion im Check

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Honey

Um zarte Frauenfüßchen auch in der kalten Jahreszeit mollig warm zu halten, ohne dabei auf ausgefallenen Look zu verzichten, konzipierten die pfiffigen Adidas-Designer das Modell „Honey“. Der Name ist dabei etwas irreführend, hätte doch ein Titel wie „Leo“ viel besser zum Leopardenmuster gepasst. Die vom Schnitt an Moonboots erinnernde Schneestiefel sind gänzlich im entsprechenden Animal-Print gehalten, lediglich die weiße Sohle und die Fußspitze brechen etwas mit dem restlichen Design. Da gehen die drei dunklen Adidas-Streifen am Rand schon fast unter. Immerhin hat das Konzept bei den Äußerlichkeiten der Stiefel noch kein Ende genommen – Wildleder und Nylon an der Oberfläche sowie dickes Fleecefutter im Inneren sorgen für perfekte Wärmedämmung. Was will man mehr?

JS Wings 2 und JS Bear

Natürlich wäre es nun etwas langweilig, das Ganze nun bei solchen Semi-Verrückten Sneakers zu belassen. Deshalb braucht es natürlich noch ein paar Modelle, die für die nötige Skurrilität zu sorgen. Et voila, hier sind die JS Wings 2 und die JS Bears. Nicht nur, was die bereits erwähnte Farbenfreude der Originals angeht, gehören sie zu den ausgefallensten Modellen der Kollektion. Nein, das Design selbst ist der Schock-Faktor Nummer Eins. So sind die JS Wings mit überdimensionalen Flügeln ausgestattet, die ungefähr vom Knöchel bis zur Ferse reichen, dazu kommen die 60s-Rollschuh-ähnlichen Zipper über den Laces. Der JS Bear zeichnet sich hingegen tatsächlich durch einen an den Schuhzungen befestigen Teddybärenkopf (!) aus – Teddyarme inklusive. Da wird das Blümchenmuster in dezenten Neonfarben schon fast zur Nebensache. Wer sich traut, eines der beiden Modelle auf offener Straße zu rocken, beweist zumindest Mut. Über die Geschmacksfrage hingegen lässt sich ja bekanntlich streiten – in diesem Fall wohl aber etwas länger als sonst.

Midiru Court Mid 2

Bei all dieser Reizüberflutung in Schuh-Form freut man sich dann doch, mal wieder halbwegs normale Modelle zu erblicken. Der Midiru Court Mid 2 scheint wohl in jeder Hinsicht ein solider, ansehnlicher und schlicht und ergreifend überzeugender Sneaker aus der Originals-Reihe zu sein. Klassisches Design, farbenfroh ohne allzu verrückt zu wirken, auffällige Lackelemente und ein angenehm medium-hochgeschnittenes Design. So müssen klassische Sneakers aussehen. Hier holt Adidas das Eisen aus dem Feuer, bevor es zu heiß wird. Wer Schuhe wie die JS Bears tragen soll? – Man weiß es nicht. Dass es in der Originals-Reihe aber genügend erstklassige Alternativen gibt, spricht jedoch für die Serie – Perfekt!

Die Adidas Originals-Kollektion auf dem Prüfstand

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Wer sich in den letzten zwei, drei Jahren nicht unbedingt in ein Erdloch verkrochen hatte oder auf sonstige Weise von der Außenwelt abgeschottet war, sollte es mitbekommen haben: Die 80er und 90er Jahre haben die Modeindustrie mehr als deutlich für ihre letzten Kollektionen und Looks inspiriert. Bei Adidas hat man das natürlich auch erkannt und entsprechend reagiert. Den einfachen Vorteil, dass das Label wie kaum ein anderes für die sportlichen Looks der 80er steht, nutzte man, um mit der Kollektion „Adidas Originals“ zurück zu den Wurzeln zu gehen und eine ganze Bandbreite an Schuhen und Kleidung in diesem Stil zu veröffentlichen. Ein kluger Schachzug, eine armselige Marketingmasche oder doch eine wahre Offenbarung? – Die Originals-Kollektion auf dem Prüfstand.

Spätestens wenn Nicki Minaj in quietschbuntem Outfit über eine belebte New Yorker Straßenkreuzung flaniert, weiß man, dass es sich hierbei um einen der neuen Werbespots der zurzeit hart promoteten Adidas Originals Serie handelt. Der Spot deutet bereits ganz gut an, was Adidas mit seiner aktuellen Kampagne transportieren will: Jugendlichkeit, Retro-Hipness und Farbenfreude.

Ein Blick in die Kollektion gibt Aufschluss darüber, was dieser Anspruch für die aktuelle Schuhmode des deutschen Über-Labels bedeutet – und das interessiert uns schließlich am meisten.

In erster Linie lassen sich keine wirklich neuen Designs ausfindig machen, stattdessen wird auf Altbewährtes zurückgegriffen und Totgeglaubtes wiederbelebt. Zumindest aber wurde das Design von neukonzipierten Sneakers an den Look der 80er angelehnt, um einen möglichst authentischen Retro-Look zu erzielen. Schlussendlich finden sich häufig verrückte Farbkombination oder andere Auffälligkeiten, welche wohl ganz offensichtlich die Crazyness der Kollektion betonen sollen. Sehen wir uns also ein paar Beispiele im Detail an:

Campus II Men

Der Campus II ist ein selbst für den durchschnittlichen Sneaker-Nerd ein schon beinah in Vergessenheit geratenes Modell, das dem „Samba“ auf den ersten Blick ziemlich ähnlich sieht. Gerade die gefährliche Farbkombination in Blau, Weiß und Neongrün (letzteres im Adidas-Jargon „Electricity“) ist an und für sich schon eine klare 90er-Referenz. Derartige Farben schreien „Love Parade“ aus jeder Pore – und das obwohl Schnitt und Stil des Schuhs eindeutig den 70ern (wo er auch erstmals erhältlich war) entnommen wurden. Im Ergebnis haben wir hier einen sonst etwas langweiligen Schuh, dessen ungewöhnliche Farbwahl ihn jedoch zu einem echten Hingucker macht. Der Sneaker-Fan befindet sich mit diesem Vexierbildnis für die Füße in einem Zwiespalt, der ungewöhnlicher kaum sein könnte – schwierige Angelegenheit, diese Schuhe.

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