Kategorie: Sneaker Trends

Li Ning Shoes – das chinesische Powerhouse

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Okay, okay, China mag nicht unbedingt das erste Land sein, an welches man denkt, wenn es um die Big Player im Sneaker-Business geht. Dabei kommen Qualitätsmarken längst nicht mehr ausnahmslos von Unternehmen aus Europa oder den USA, sondern eben zunehmend auch aus Fernost. Während die meisten asiatischen Sport-Brands jedoch höchstens Achtungserfolge erzielen konnten, hat sich das Label „Li Ning“ in den letzter Zeit besonders hervorgetan. Noch nie davon gehört? – Dann wird es Zeit! Hier definitiv was Großes im Kommen.

Bei Li Ning handelt es sich um das Sportswear-Label des gleichnamigen ehemaligen Hochleistungssportlers und Kunstturners. Dass das, was Li Ning anpackt, im wahrsten Sinne des Wortes Hand und Fuß hat, war bereits zu seinen Zeiten als aktiver Sportler offensichtlich. Der inoffizielle Titel „Prince of Gymnastics“ kommt schließlich nicht von Ungefähr. Als sein Medaillenrausch nach mehreren erfolgreichen Jahren versiegte, expandierte das chinesische Wunderkind und gründete 1990 die Li Ning Company Limited. Sein Unternehmen war in den Anfangsjahren vor allem Zulieferer für andere große Sport-Konzerne wie Adidas und Nike. Seit einigen Jahren ist Li Ning nun eine autonome Marke – und damit überaus erfolgreich.

Designmäßig befinden sich Li Ning-Sneakers dabei durchaus auf der Höhe der Zeit und entsprechen dem modernen Look der offensichtlichen Vorbilder Nike Air Jordan und Adidas: Klare, geschwungene Linien, aerodynamische Formen, futuristisch anmutende Elemente. Das mag man positiv bewerten, man kann darin aber auch den bloßen Versuch des Abkupferns erkennen wollen. Immerhin sind sich die Li Ning-Designerteams nicht für das ein oder andere Experiment zu schade. Modelle wie der „Hero“ oder „Turningpoint“ gibt es in aggressiven Farbkombinationen wie Orange/Blau oder Gelb/Blau und sehen damit aus wie giftige Dschungelfrösche – nur eben für die Füße. Grandios!

An der Seite des Schuhs, stets deutlich sichtbar, befindet das Li Ning-Logo, die stilisierten Initialen ihres Schöpfers, welche laut Meinung einiger Experten deutlich an das Nike-Swoosh erinnern. Dafür braucht es allerdings schon ordentlich Phantasie. Im Grunde genommen haben die Schuhe durchaus ihren eigenen Charme, geben aber deutlich zu verstehen, wo die Inspirationsquellen liegen.

Der Erfolg spricht für sich: In China ist Li Ning längst eine gefeierte Marke und gehört dort zu den „großen Drei“. Doch auch die Expansion Richtung Westen ist in vollem Gange. Der europäische Markt wird seit letzten Jahren immer weiter erschlossen und soll mit eigenen Kollektionen bedacht werden. Auch in den USA wurde die erste Niederlassung in Oregon eröffnet und die ersten Endorsements eingetütet. Gerade erst wurde der Deal mit NBA-Star Dwyane Wade besiegelt, der eigene Li Ning-Sneakers bereits in der Pipeline hat. Zuvor hatte das chinesische Powerhouse bereits Spielerlegende Shaquille O’Nael für eine Zusammenarbeit verpflichten können. Andere Profis wie  Evan Turner von den 76ers, Baron Davis von den Knicks und José Calderón  werden von Li Ning gesponsert. Auch das schwedische Olympia-Team wurde zuletzt mit Li Ning-Kleidung und -Schuhen ausgestattet. Kurz und knapp: Es läuft gut für das das Label aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Und die Sonne scheint für die Marke immer heller zu strahlen. Die ersten Schritte, um in der westlichen Welt Erfolge feiern zu können, sind gemacht. Die Sneaker-Kristallkugel sagt Li Ning eine goldene Zukunft voraus. Was der Marke (noch) fehlt ist jedoch ein Klassikermodell, dass die Aufmerksamkeit der Massen vollständig einfängt – das, was für Adidas der Superstar oder für Converse der All Star war. Nur mit großen Namen und aufwändiger Werbung lässt sich die Welt nicht übernehmen. Hier braucht man eben auch dieses EINE, alles entscheidende Produkt.

Bis dahin glänzen die Li Ning-Sneakers mit ihrer überraschend hohen Qualität, ihrem Design und dem kleinen Hype, der bereits um sie entfacht wurde. Ob er noch größer wird, das wird die Zeit zeigen.

Lil Wayne und Supra – ein Sneaker-Dreamteam?

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Kollaborationen zwischen Musikern oder Sportlern und Sneaker-Marken sind ein immer wiederkehrendes und relevantes Thema. Wer derlei Zusammenarbeit als schlichte Geldmacherei abtut, mag vielleicht ein Stück weit Recht haben, verkennt jedoch, dass aus solchen Deals immer wieder echte Sneaker-Schmuckstücke hervorgingen. Man denke nur daran, was der (Schuh-)Welt entgangen wäre, hätte es vor Jahren keinen Deal zwischen Nike und Michael Jordan gegeben. Auch der Fakt, dass der heißeste Sneaker im letzten Jahr der Air Yeezy II war, also ein Sneaker, den Rapper und Produzent Kanye West maßgeblich mit-designt und entwickelt hat, spricht für sich. Nun könnte eine weitere Kooperation eine ähnlich große Tragweite haben: Lil Wayne, seines Zeichens Rapstar und neuerdings passionierter Skater hat sich mit dem zuletzt stark gehypten Label Supra zusammengetan. Kann das was werden? Wir wagen den Blick in die Zukunft.

Lil Wayne war nie ein Typ, der die typischen Rapper-Klischees auf Biegen und Brechen erfüllte. Während andere in alten Zeiten festklebten und heute noch XXL Baggys tragen, entwickelte Weezy seinen Style konsequent weiter, hielt Ausschau nach neuen Inspirationen und veränderte seinen Typ immer wieder um neue Facetten. Vor einiger Zeit verfiel er schließlich dem Skinny-Trend – eine modische Richtung, die maßgeblich von Skater-Kids beeinflusst war und von ihnen vorangetrieben wurde. Lil Wayne fand diese Entwicklung offenbar so spannend, dass er heute – mag man seinen Interviews und Lyrics glauben – selbst zum begeisterten Skater mutiert ist. Dementsprechend veränderte sich auch die Wahl seiner Sneakers. Dort, wo sein Style früher noch von Adidas und Nike dominiert war, befinden sich heute meist SUPRA-Sneakers. Das junge Label aus Kalifornien wurde von dem Rapper aus New Orleans seither in vielen seiner Songs positiv erwähnt. In der Öffentlichkeit zeigte sich Wayne entsprechend oft mit den markanten und farbenfrohen High Tops, welche er zuletzt mit den Stücken seiner eigenen Modelinie „Trukfit“ kombinierte.

So kam es, wie es kommen musste. Im April des Jahres 2012 verkündete Supra die Zusammenarbeit mit dem Rapper in Las Vegas. Der Meister ließ es sich natürlich nicht nehmen, selbst zu erscheinen und ein paar wohlwollende Worte über das Label vom Stapel zu lassen.  So habe er die Kicks bereits getragen, noch bevor sie in der Öffentlichkeit ein Thema waren und er sich gar nicht dessen bewusst war, WAS er da überhaupt an den Füßen spazieren trug – er mochte die Schuhe schlicht und einfach. Nun, man kann tatsächlich mit Fug und Recht behaupten, dass die großen Erfolge, die das Label zuletzt einfuhr, mit Sicherheit auch auf Lil Waynes Namedropping zurückzuführen sind. Insofern hat er der Marke tatsächlich zu ihrem heutigen Status verholfen – was keinesfalls den Fakt kleinmachen soll, dass SUPRA-Sneakers auch einfach unbeschreiblich gut aussehen.

Insofern war die Kooperationen zwischen Weezy und dem Label keine wirkliche Überraschung. Wie heißt es schließlich so schön – eine Hand wäscht die andere. Wie fruchtbar die ganze Sache ist, werden wir aber erst in einigen Monaten sehen. Bis jetzt hat Wayne lediglich ein eigenes Colorway des Stevie Williams-Modells „S1W“ im Sortiment untergebracht. Dieses ist hauptsächlich in einem aggressiven Rot gehalten, welches aber von weißen Elementen wie der Sohle und den Supra-Schriftzügen aufgelockert wird. In die Innensohle wurde standesgemäß „President Carter“ geprintet. Auf den ersten komplett eigenen Sneaker, der in Vegas unter dem Arbeitstitel „Chimera“ angekündigt wurde, müssen die Fans jedoch leider noch bis Mai 2013 warten – Trauer.

Nichtsdestotrotz: Vorfreude – schönste Freude. Wer Lil Wayne und seinen Modegeschmack kennt, der kann sich ungefähr vorstellen, was da auf uns zukommt: Viele Farben, mutiges Design, auf Neu-Deutsch: Swag für die Füße. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Sneaker jedoch in seinen Grundsätzen an den klassischen Skater-Look der Supras angelehnt, also ein High-Top mit breiter Sohle und großer Schuhzunge sein. Vermutlich wird der Schuh also bis zu dem Punkt klassisch aussehen, bis der crazy Part beginnt und es an die Detailfragen und die Farbwahl geht. Zumindest hoffen wir das.

Wer die Karriere Lil Waynes über die Jahre mitverfolgt hat, weiß aber auch, dass der Typ immer wieder für Überraschungen gut ist. Insofern lassen wir ihn einfach mal machen und sehen uns dann im kommenden Frühling an, wie fruchtbar die Kooperation zwischen ihm und dem Supra-Label tatsächlich gewesen ist. Bis dahin: Stay tuned!

Wedges Sneakers – der Gipfel der „modern fashion“

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Style-mäßig etwas weiter draußen ist da das Modell JS Wings- Wedge, welches in Zusammenarbeit mit Designer Jeremy Scott herausgebracht wurde. Während die Schuhspitze noch leicht an das Shelltoe-Design der Superstars erinnert, hat der Rest des Stiefels nicht mehr viel mit den Klassikermodellen zu tun: Endlos lange Schnürung, die mit traditioneller Adidas-Schuhzunge endet, monströses schwarzes Leder und riesige Schmetterlingsflügel in aggressivem Blau lassen beim Sneaker-Fan nichts als eine offene Kinnlade zurück. Das hier ist auf jeden Fall etwas für die Kuriositäten-Abteilung. Wer lieber etwas Gemäßigtes sucht, der möge zum Jeremy Scott-Alternativmodell Arrow Wedge greifen: ebenfalls Adidas, ebenfalls Wedge-Absatz, aber im Stil doch ein ganzes Stück zurückhaltender, als das Wings-Modell.

Fazit: Der Wedge Sneaker – ein Trend in preislicher und künstlerischer Vielfalt

Wem das alles wiederum nicht edel genug ist, der findet natürlich auch allerhand exklusives Material von diversen High-Fashion-Designern. Marc Jacobs tut sich hier vor allem mit besonders farbenfrohen Wedge-Sneakers hervor, die die Lust nach einem Hauch von Luxus an den Füßen nicht unbefriedigt lassen dürfte. Auch Guiseppe Zanotti hat für 600 Dollar aufwärts ein Paar ausgefallen Keil-Sneakers mit verspieltem Reißverschluss und diversen Farb-Patches parat. Wer hingegen ganz sparsam an die Sache gehen will, kann ruhig schon mal den nächsten Deichmann auschecken – deren „Catwalk“-Kollektion überraschte ebenfalls mit Wedge-Sneakers, die für Deichmann-Verhältnisse sogar ziemlich akzeptabel aussehen. Vielleicht ganz interessant für das etwas kleinere Budget.

Wedge Sneakers: Wie eine neue Sneaker-Form die Welt erobert – Teil 1

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Es brodelt sein langem im Sneaker-Markt. Wedgesneakers, also Sneakers mit verstecktem Keilabsatz, sind gerade dabei, ein ganzes Fashion-Segment komplett umzukrempeln. Frauen, die ihr Leben lang sportlich aussehende Sneakers abgelehnt haben, tragen plötzlich die über-angesagten Teile so stolz, wie die italienische Nationalmannschaft ihre Hymne singt. Wie konnte das passieren? – Der Versuch einer Aufarbeitung.

Der Keilabsatz – keine Neuheit in der Mode

Im Prinzip ist die Geschichte der Keilsohle an Schuhen keine komplett neue. Gerade in den letzten Jahren vor Ausbruch des Wedge-Sneaker-Hypes lagen bereits die Keilsandaletten stark im Trend. Doch selbst in den letzten Jahren war das Fashion-Phänomen keine wirkliche Neuheit. Keilabsätze gab es bereits seit den 30er Jahren, wo sie vom Italiener  Salvatore Ferragamo als orthopädische Hilfestellung für den zarten Damenfuß entwickelt wurden. Bereits damals bestanden sie meist aus einer angesagten Kork-Sohle, wie sie auch noch vor kurzer Zeit trendig war – aber weniger aus Stylegründen, als vielmehr wegen des allgemeinen Mangels an Leder und Kunststoffen. Ihren ersten Fashion-Hype erlebten die Schuhe mit den crazy Absätzen dann in den 70er Jahren, in denen analog zur damals typischen Mode, farbenfrohe Modelle populär waren.

Auch in den 90ern wurden Wedges von Loveparade-Besuchern und Technofans gefeiert, konnten sich als Schuhtypus nicht so durchsetzen, wie es aktuell bereits seit 2007 der Fall ist. Schon über fünf Jahre sind die Keilabsätze in der Modewelt präsent. Vor allem die eingangs erwähnten Flipflop- und Sandalenmodelle fanden reißenden Absatz. Kein Wunder, dass zuletzt schließlich auch die beiden größten Sneaker-Produzenten Nike und Adidas erkannten, dass sie sich dem Trend nicht mehr widersetzen können.

Das Comeback der Skate Sneakers – Teil 3

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Es ist Teil des Erfolgskonzepts, dass es den Jungs scheißegal war, dass sie damit mal eben die derzeitige Modewelt revolutionierten, denn es geschah vollkommen unbeabsichtigt. Vans, Chucks und Supras statt Jordans, Air Forces und Superstars. Und das Beste an dieser Entwicklung ist: Man muss nicht mehr penibel darauf achten, die Treter immer blitzeblank zu halten und sich alle zwei Monate ein neues Paar kaufen. Denn je abgewetzter, verschmutzter und dreckiger die Sneakers aussehen, desto besser. Dreck ist nicht Dreck, sondern Teil des Looks – genauso, wie den Schuh so weit abzulatschen, dass man schon fast auf der Fußsohle läuft.

Der Trend funktioniert und steht wie kaum ein anderer bis jetzt für das Sneaker-Jahr 2012. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie es sich künftig weitergeht – bei Nike hat man sich jedenfalls auf alle Eventualitäten eingestellt und ebenfalls diverse Skate-Schuhe in die Regale gepackt. Ob sie damit gegen die traditionellen Marken ankommen, bleibt zweifelhaft. Diese genießen derzeit noch ihren großen Hype. So oder so: dass alles erlaubt ist, ist das Motto der Stunde. Und das ist auch gut so! Das macht auch die modernen Hip Hop Künstler wie Lil Wayne und Wiz Khalifa so beliebt. Auch wenn sie im Gegensatz zu den Anfängen des Hip Hops anstatt Baggy Pants eher Skinny Jeans tragen, respektieren es die Fans, da es die „Scheißegal-Einstellung“ ist, was so reizvoll ist.

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