Kategorie: Sneaker Legenden

Sneaker-Klassiker Teil 5: Vans SK8-HI und New Balance 574

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In den vergangenen vier Teilen unseres kleinen Sneakerklassiker-Lexikons haben wir euch bereits einige legendäre Schuh-Must-Haves vorgestellt. Meist kommen sie – das muss man ganz klar sagen – von den großen, bekannten Sportschuh-Herstellern. So haben Adidas und co bereits eine ganze Reihe von Sneakers auf den Markt gebracht, die man ruhigen Gewissens als absolute Classics bezeichnen kann. Dieses Mal wollen wir ein bisschen über den Tellerrand hinaus gucken und haben uns gefragt, was es denn für Modelle abseits der Labels gibt, an die man sofort denkt, wenn es um All Time-Favorite Sneakers geht. VANS und New Balance mögen als Schuhlabels beim besten Willen keine kleine Fische sein und dennoch kommen sie selbst Kennern relativ selten in den Sinn, wenn es um echte Klassiker geht. Mit den Vans SK8-HI und den New Balance 574 stellen wir den Gegenbeweis an: zwei echte Klassiker, die viel zu schnell unter den Teppich fallen.

Vans SK8-HI

Der SK8-HI hat eine lange Geschichte hinter sich. Auf den Markt gebracht wurde er unter der Bezeichnung „Hi-Top“ bereits 1966, also noch lange vor den meisten anderen Sneakers, die man heute gerne als Klassiker bezeichnet. Seine Besonderheit ist, dass er der erste Schuh war, der speziell zum Skaten entwickelt wurde. Zwar war sein Design deutlich an den Chuck Taylor All Stars von Converse angelehnt, jedoch war der Hi-Top viel robuster und standfester, als die dünneren Chucks. Dies war vor allem der verstärkt benötigten Stabilität beim Skaten geschuldet. Beinahe noch wichtiger als beim Basketball war es für die Skater, Gelenke zu schützen und zu stützen. Der Hi-Top, der einige Jahre später schließlich seinen heutigen Namen Sk8-Hi erhielt, erfüllte diese Voraussetzungen perfekt.  Zudem sitzt er durch seine leichtere Fütterung im Inneren perfekt und schmiegt sich passgenau an den Fuß seines Trägers an. Wie bei vielen anderen Classics sind auch vom Sk8-Hi unzählige Versionen in verschiedenen Farb- und Stoffkombinationen erschienen. Das grundsätzliche Design findet sich jedoch bei nahezu allen Sk8-Hi‘s: die hoch geschnittene Form des Schuhs, der Vans-typische Streifen an der Seite, die stilprägenden Nähte an Zehenkappe und die Overlays beim Obermaterial machen die Sneakers unverwechselbar. Seine Individualität kann man mit einem der unzähligen Designs zum Ausdruck bringen. Egal ob zurückhaltend und einfarbig, oder im beliebten Checkerboard-Design – die Klassikermodelle von Vans werden längst auch von Leuten getragen, die mit Skateboards nicht viel zu tun haben und Halfpipes höchstens vom „Tony Hawk-Pro Skater“-Spielen kennen. Denn geil aussehen kann man nämlich trotzdem, Skatesport hin oder her.

New Balance 574

Kaum ein anderer Klassiker-Sneaker ist so universell wie der New Balance 574. Ein Schuh, der genauso selbstbewusst auf der Straße gerockt werden kann, wie am Fuß einer Krankenschwester? – Der 574 macht es möglich. Dieser unglaublich stylische Basic-Schuh lässt sich wohl ohne Frage als DAS Flaggschiff aus dem Hause New Balance bezeichnen. Entwickelt wurde der 574 als klassischer Laufschuh, und obwohl das bis heute auch sein Haupt-Einsatzgebiet ist, hat er sich doch zu einem echten Lifestyleprodukt gemausert. Dafür verantwortlich sind – auch hier wieder – tausende verschiedener Farb- und Materialkombinationen, die viele Sammler in ihren Bann gezogen haben. Beim Hersteller hat man diesen Trend natürlich erkannt und dementsprechend über die Jahre hinweg diverse Limited und Special Editions auf den Markt gebracht. Wer ein bisschen auf der New Balance-Webseite herumsurft findet die 574er in Farbkombinationen wie „Patriotic“ (für die stolzen US-Bürger in Blau, Weiß, Rot, passend zur Flagge neben der Haustür), „Fruity“ (die sich dank „Fruit Color Pack“ knallig-sommerlich geben) oder „Reflective“ (im glänzend-bunten 80s-Style: grenzwertig, aber schützt durch seine Auffälligkeit auf jeden Fall auch im Straßenverkehr). Die Kombinierbarkeit mit verschiedensten Looks ist damit garantiert und erklärt die stetig wachsende Fangemeinde hinter dem Lifestyle-Sneaker im Laufschuhlook. Ein echter Augenschmaus, zudem unglaublich bequem und belastbar im Alltag und beim Sport. Dazu eine markante Sohle und das typische New Balance-„N“ an der Seite – und der 574 erfüllt alle Kriterien, die ein echter Classic-Sneaker braucht.

Reebok Pump und Puma Suede: Sneaker-Klassiker Teil 4

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Nicht jeder kann ein Schuh-Nerd sein und wissen, welche Sneakers essentiell sind. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Pflichtprodukten, bei denen es für den wahren Kenner einfach dazu gehört, sie zu besitzen. Andererseits taugen Klassiker-Sneakers bei den immer noch häufig vorkommenden völlig style-unaffinen Menschen dazu, dass man ihnen diese ruhigen Gewissens ans Herz legen kann. Diese Sneakers sind eben einfach eine sichere Bank; man kann mit ihnen nicht viel falsch machen. Zwei besondere Eyecatcher dieser Riege, die wir diesmal vorstellen wollen, sind Modelle aus dem Hause Reebok und Puma: der Pump und der Suede.

Reebok Pump

Wenn es von uns einen Preis für besondere Innovation im Sneaker-Markt gäbe – Reebok hätte ihn sicher. Die legendären Reebok Pump können ruhigen Gewissens als Meilenstein und wohl interessantestes Klassiker-Sneakermodell bezeichnet werden. 1989 auf den Markt gekommen, faszinierten die Basketballschuhe mit einer neuartigen Technologie, mit der sie der Aufmerksamkeit aller Sportfanatiker sicher sein konnten. Das Design der ersten Reebok Pump erinnert mit seinem für die 80er Jahre typischen Look an andere Klassiker wie die Air Force One, im Gegensatz zu diesen war der Pump jedoch lediglich als high Top-Variante erhältlich. Die Idee hinter der integrierten Pump-Technologie war, dass gerade Schuhe für den Basketballsport einen hohen Tragekomfort brauchen und für hohe Sprünge und maximale Beweglichkeit individuell an den Spieler angepasst werden müssen. Da man nun aber nicht für jeden einzelnen Spieler einen eigenen Schuh produzieren konnte, wurde in die Sohle der Sneakers Luftkissen integriert, welche über einen kleinen Basketball auf der Schuhzunge nach Belieben aufgepumpt werden konnten. Damit boten die Sneaker maximalen Tragekomfort bei hinreißender Optik. Die Pump-Technologie kommt heute bei diversen Reebok Modellen zum Einsatz, unter anderem findet sie vor allem bei Laufschuhen häufig Anwendung. Die traditionellen Pump-Basketballschuhe werden hin und wieder neu aufgelegt, oftmals jedoch nur in kleinen Auflagen. Mit der strengen Limitierung will Reebok offenbar den schon fast mystifizierten Hype um seinen Klassiker weiter aufrechterhalten – und es funktioniert! Das Design der Retro-Modelle hat sich inzwischen jedoch etwas gewandelt und sich dem Zeitgeist angepasst. Heute erinnern Modelle wie Pump-Retros von 2005 oder vor allem die Pump Axt ein bisschen an die Air Max vom Konkurrenten Nike. Glücklich kann sich also derjenige schätzen, der eines der originalen Modelle von Anfang der 90er besitzt. Was für einen Preis ein echter Sneaker-Fan dafür bezahlen würde – man mag es sich gar nicht vorstellen.

Puma Suede

Auch der Puma Suede ist ein Kind der 80er Jahre und hat seither nichts von seinem Reiz verloren. Als einer der erfolgreichsten Sneakers aus dem Hause Puma (und einer der erfolgreichsten überhaupt), ist der Hype um den Suede seit seinem Launch ungebrochen. Dafür verantwortlich ist in erster Linie sein klassisches, zurückhaltendes Design. Eine schlichte, meist weiße, an den Seiten geriffelte Sohle. Raues Echtleder in allen Farben, die das Herz begehrt. Wenige Nähte, die den schlichten Look unterstreichen. Der Puma auf der Zunge und der charakteristische Streifen an der Seite – meist im starken Farbkontrast zum restlichen Schuh – machen die Unverwechselbarkeit dieses Schuhs aus. Der Suede ist mit diesem Look das Sneaker-gewordene Understatement unter den Klassikern geworden. Einfach, klassisch, zeitlos. Der Puma Suede kommt meistens als Low Top daher, ist aber auch in der schon fast etwas cooleren, weil selteneren High-Top Variante zu haben. So oder so – der Suede hat seine Position mit aller Berechtigung und ist der beste Beweis, dass die Marke Puma im Sneaker-Segment nicht einfach wegzudenken ist.

Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker Teil 3

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Hübsche Sneakers gibt es viele, nur wenige sind jedoch echte Meilensteine. Schuhe, die immer gekauft werden, weil sie zeitlos sind, ihr Look Generationen überdauert und sie so zu echten Klassikern werden. Die großen Sneaker-Hersteller haben allesamt bestimmte Modelle im Sortiment, die es geschafft haben, die Massen für sich zu erobern. So auch Sportgigant Adidas mit den legendären Sambas und Nike mit den Air Jordans – jene Schuhe, die wir euch in einem weiteren Teil unserer Sneaker-Klassikerserie vorstellen wollen.

Adidas Samba

Der Samba wurde von Adidas in den 70er Jahren auf den Markt gebracht und eroberte in kurzer Zeit die Herzen der Sportler im Sturm. Konzipiert wurde er seiner Zeit als Hallenfußballschuh. Über die Jahre hinweg hat er vom Hersteller zwar immer wieder ein kleines Makeover bekommen, im Großen und Ganzen ist man jedoch dem traditionellen Erfolgsrezept treu geblieben: strapazierfähiges und extrem leichtes Synthetik-Oberleder in Kombination mit hochwertigem Wildleder, bequeme, geprägte EVA-Innensohle und eine abriebfeste Außensohle. Mit diesen einfachen Bausteinen wurde der Samba zum erfolgreichsten Hallen-Sportschuh – millionenfach verkauft, tausendfach kopiert, nie erreicht. Kein Wunder, dass der Samba selbst über seine ursprüngliche Bestimmung hinaus längst auch auf der Straße getragen wird. Wer die letzten Teile unserer Klassiker-Sneaker-Reihe aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass zu einem echten Sneaker-Meilenstein mehr gehört, als einfach nur ein sich gut verkaufender Sportschuh zu sein. Nein, Klassiker kennzeichnen sich durch einen Style, der auch die Fashion-Victims überzeugt und problemlos auf der Straße getragen werden kann. Der Samba ist dort längst ebenso präsent wie beim Kicken in der Halle. Dabei überzeugt er durch seine extreme Langlebigkeit, seine Unverwüstlichkeit und eine beeindruckende Robustheit. Passend zur EM 2012 bietet Adidas im Übrigen derzeit standesgemäß eine Special-Edition in Schwarz, Rot, Gold an – kommt definitiv besser als verschmierte Deutschlandfahnen im Gesicht!

Nike Air Jordan

Die Nike Air Jordan als ein einziges Klassikermodell einzuordnen ist an und für sich natürlich Quatsch – tatsächlich handelt es sich nämlich um eine Art „Marke in der Marke“ des Nike-Konzerns. Und dennoch trägt jedes neue Update der klassischen Sneaker-Reihe nach wie vor den Namen Air Jordan. Als Sporthersteller Nike noch weit davon entfernt war, den Sportschuhmarkt zu übernehmen, ging das Unternehmen eine Kooperation mit dem damaligen Basketball-Rookie Michael Jordan ein. Heute kann man sagen, dass die Karrieren von Sportler, Nike und der gemeinsamen Marke fast parallel kometenhaft aufgestiegen sind.

Seit dem Launch der ersten Air Jordan-Modelle im Jahr 1985 werden sie überaus erfolgreich jedes Jahr mit einem neuen Design geupdatet. Hinzukommen unzählige, teils bekannte und weit verbreitete, teils extrem rare Sonder-Edition und nahezu unbekannte Modelle. Somit handelt es sich bei dem Namen Nike Air Jordan um eine komplette Klassiker-Serie. Welche komplette Schuh-Reihe hat schon eine ganze Fanbase, die jeden der Sneakers sehnsüchtig erwartet, um schließlich mehrere hundert Euros oder Dollar für die begehrten Treter auf den Tisch zu legen? Hin und wieder wird den Jordans beim jährlichen Update ein komplett neuer Look verpasst, häufig werden aber auch Elemente von Vorgängermodellen übernommen und mit neuen, frischen Ideen kombiniert. So finden sich Air Jordans in den verrücktesten Formen und Farben. Zu den bekanntesten und beliebtesten gehören vor allem die frühen Modelle der Serie, die regelmäßig in Retro-Modellen neu aufgelegt werden: Die Air Jordan III, IV, VI, VII gelten als wahre Dauerbrenner. Nicht selten werden für die Jordans auch Elemente andere Nike-Schuhe übernommen. So gibt es Jordans, bei denen die Sohle vom Air Force One inspiriert ist, das Design oberhalb dieser jedoch vom Jordan IV stammt (Air Jordan Force Fusion 4) und weiteren crazy Special-Edition-Shit. Der Air Jordan fällt damit ein bisschen aus der Reihe unserer Klassiker-Galerie: Anstatt  bei dem Jordan auf einem immer gleich bleibenden Design zu beharren, an dem nur Nuancen geändert werden, lebt dieser Schuh davon, immer wieder revolutioniert zu werden. Doch wenn dabei so geniales Zeug rauskommt, wie bislang, dann kann das gerne auch noch ewig so weiter gehen.

Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker Teil 2

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Die Modewelt, so schnelllebig und trendorientiert sie auch sein mag, setzt hin und wieder auf feste Größen. Marken, auf die sie sich verlassen kann; Looks, die immer wieder zurückkommen und bestimmte Stücke, die einfach zeitlos sind. So haben es einige wenige Sneakermodelle geschafft, über mehrere Jahrzehnte hinweg echte Kassenschlager zu sein. Bis heute verkaufen sie sich jedes Jahr millionenfach und sind zu echten Must Have’s geworden. Als beste Beispiele dafür gelten die beiden Nike-Klassiker Air Force One und Air Max, die wir uns beim letzten Mal genauer angesehen haben. Dieses Mal haben wir zwei weitere Sneaker-Klassiker gepickt, die in keiner gut sortierten Sammlung fehlen dürfen: die Converse Chucks und die Adidas Superstars.

Chuck Taylor All Star

Die Chuck Taylor All Stars – oder kurz Chucks – sind unter unseren Sneaker-Klassikern wohl die ältesten und traditionsreichsten Modelle. Die Sneakers wurden bereits 1918 als Basketballschuhe unter dem Namen All Star, damals lediglich in schwarz, veröffentlicht. Chuck Taylor, der damals Basketballspieler und freier Mitarbeiter der Firma Converse war, begann ab 1921 damit, für die Schuhe zu werben. Zwei Jahre später wurden sie schließlich in Chuck Taylor All Stars umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt erhielten sie auch ihren charakteristischen runden Aufnäher an der Seite, der bis heute fester Bestandteil des Designs ist. Dieses hat sich in seinen Grundzügen seither kaum verändert: Die Sneakers werden als low oder high top angeboten und zeichnen sich durch ihre charakteristische „Waffel-Sohle“ und viel Stoff aus.

Wie die Klassiker-Modelle von Nike gibt es Chucks in endlos vielen Farben, Mustern und Motiven. Egal ob weiß, schwarz, rot, blau, bunt, kariert, mit Flammen oder mit Herzchen-Muster – es gibt kaum ein denkbares Design, welches nicht auf einen Converse All Star gebannt wurde. Fans suchen in den Modemetropolen nach limitierten Special Editions, bei denen statt Stoff bspw. Leder verwendet wurde oder lassen sich die Lieblingssneakers durch spezielle Stickereien oder Prints costumizen. Hin und wieder gibt es auch kleinere Specials bei den Sohlen oder Sondermodelle, die in Kooperation mit Bands oder Künstlern entstehen. So gab es bereits All Star-Versionen von den Fantastischen Vier oder den Ramones, was bereits zum Ausdruck bringt, dass sich alle Subkulturen auf die charakteristischen Klassiker einigen können. Doch auch abseits von Punk-, Rock- oder Skaterkreisen sind die All Stars bei allen Sneakerliebhabern bekannt als Exemplare, die man einfach haben muss.

Adidas Superstars

Zwar sind die Adidas Superstars – im Unterschied zu den Chucks – nicht über den gesamten Zeitraum seit ihrem Launch gleichbleibend erfolgreich. Dennoch erleben sie in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre einen neuen Hype – ein klarer Beleg dafür, wie zeitlos die Sneakers des deutschen Modegiganten sind. Vorläufer des Klassikers „Superstar“ waren im Übrigen die Adidas Supergrips, deren Stil für die Nachfolger zu großen Teilen übernommen wurde. Im Jahr 1969 als Basketballschuhe gelauncht, fanden sie relativ schnell eine wachsende Fanbase. Die Popularität der Sneaker stieg vor allem in den 80ern stark an, als sie quasi zur Pflichtkleidung der Superstars aus dem Musikbusiness wurden. So widmete die Band Run DMC den Schuhen sogar einen eigenen Song („My Adidas“, 1986) und auch heute zeigen sich Promis, Fashion-Victims und Stylefetischisten gerne in Superstars. Auch hier liegt das Erfolgsrezept in einem schlichten und dennoch unverwechselbaren Design: die drei charakteristischen Adidas-Streifen an der Seite, ein Logo an der Ferse und die so genannten „shell toes“, also die Muschel-ähnlichen Zehenkappen machen den Superstar-Look perfekt.

Anders als bei den Klassikern von Nike oder Converse finden sich Superstars in der Regel lediglich in Weiß oder in Schwarz, nur wenige Sonder-Editionen präsentieren sich mit ausgefallenen Mustern oder verrückten Farbkombinationen. Vielleicht mag das der Grund sein, warum die Superstars manchmal unter den Tisch fallen, wenn man von den großen Sneaker-Classics spricht. Doch allein der Fakt, dass sie bei der Abstimmung eines New Yorker Radiosenders 2011 zum „best shoe ever“ gewählt wurden, zeigt, dass es wohl doch noch genügend Leute gibt, die wissen, was Style bedeutet. Und dass Adidas Superstars diesen mit jeder Faser ausstrahlen.

Die sichere Bank: Sneaker-Klassiker

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Jeder, der sich auch nur halbwegs als Schuh-interessiert bezeichnet, der weiß Bescheid über die Klassiker des Sneaker-Universums – oder nicht? Wer in der nächsten Fachsimpelei zwischen Sneaker-Nerds nicht komplett untergehen will, indem er Augenkrebs-Kreationen wie Nike Shox oder sämtliche Victory-Sneaker als „voll geil“ bezeichnet, der hält sich besser an unsere Ahnenreihe der Sportschuh-Großtaten. Teil Eins entschlüsselt dabei die Geschichte hinter den All-Time-Favorites der Kenner: den Air Force One’s und den Air Max vom Sportgiganten Nike.

Air Force One

Das Modell Air Force One gilt nicht umsonst als nahezu unbestrittener Klassiker aus dem breiten Nike-Sortiment. Nahezu jeder Sneaker-Liebhaber hat mindestens ein Paar dieser Prachtstücke mit dem unverkennbar großen Nike-Swoosh im Schuhschrank. Und auch nach nunmehr 30 Jahren seit ihrem Launch haben diese Schuhe nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Wie bei vielen anderen Sneaker-Klassikern liegt Grund für die hohe Beliebtheit beim „AF1“ in seiner zeitlosen Schlichtheit und den unzähligen Farbvariationen in denen er mittlerweile erhältlich ist. Endlos viele Modelle finden sich in Schuhläden, Nike-Stores und bei privaten Händlern weltweit, zahllose weitere Costumize-Versionen nicht mit einberechnet. So finden sich in den Hinterhofläden New Yorks oder Japanischen Großstädten immer neue, bisher nie zuvor gesehene AF1-Styles mit Karomustern, Atmungs-Löchern in Herzform und ungewöhnlichen Materialien. In einem Video, in dem einige HipHop-Größen die schönsten und ausgefallensten 100 Modelle heraussuchen sollten, kann man nur erahnen in wie vielen Versionen die Air Forces auf den Markt gekommen sind:

 

Der Air Force One ist seit seiner Markteinführung 1982 beständig erfolgreich gewesen. Der AF1 war insofern eine kleine Revolution, als dass man die neuartige Air Technologie des Vorgängermodells Nike Tailwind übernahm und diese mit einem unverwechselbaren Design kombinierte. Die Neuheit der Air Technologie bestand darin, dass in der Sohle eine Schicht integriert wurde, welche mit einem Edelgasgemisch gefüllt ist. Diese sollte vor allem Basketball-Spielern beim Springen und Rennen einen komfortablen Dämpfungseffekt geben und allgemein für mehr Tragekomfort sorgen. Die AF1 waren bei NBA-Spielern zwar eine ganze Weile beliebt, wurden aber im Laufe der Zeit durch neuere Modelle ersetzt. Nichtsdestotrotz konnten sich die Air Forces behaupten, da sie längst von der Straße adaptiert wurden und sie dadurch, dass sie von vielen Stars im Musikgeschäft getragen wurden, nochmals an Popularität gewannen. Bis heute sind sämtliche Modelle – egal ob low, mid oder High Tops – immer noch absolute Kassenschlager – verdientermaßen!

Air Max

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie die des Air Force Ones wurde dem Modell Nike Air Max zuteil. Als weiterer großer Sneaker-Erfolg des US-Konzerns sind die Air Max nicht nur bei vielen Subkulturen von HipHop- bis Gabberszene beliebt. Sie werden überhaupt von sämtlichen Menschen getragen, die ein gewisses Grundverständnis für ansehnliche Sneakers besitzen. Im Unterschied zum Air Force One hat der Air Max, zumindest was sein Grunddesign (Nähte, Sohle etc.) angeht, immer wieder Neuerungen erfahren, die sich in den unterschiedlichen Modellbezeichnungen (meistens nach Erscheinungsjahr) widerspiegeln. Was jedoch allen Air Max-Modellen gleich ist, ist das sichtbare Airpad in der Sohle. Dies kam erstmals beim Air Stab zum Einsatz, hat sich jedoch umgangssprachlich als „Sichtfenster“ längst zum Markenzeichen der Air Max entwickelt. So hat der Schuh, trotz seiner ständigen Weiterentwicklung nichts von seinem Wiedererkennungswert verloren. Auch Air Max Modelle werden in nahezu allen vorstellbaren Farb-, Material- und Style-Kombinationen angeboten. Hinzu kommen Sondereditionen, die nur in bestimmten Ländern und Regionen erhältlich sind, wie z.B. eine Special Edition vom japanischen Schuhproduzenten Atmos aus dem Jahr 2003. Für seinen ursprünglichen Zweck – nämlich der Verwendung als Laufschuh – wird das Modell Air Max kaum noch eingesetzt, jedoch hat er sich (und hier ist eine weitere Parallele zum AF1 erkennbar) längst im Streetwear-Sektor etablieren können. Dazu kommt der unvergleichliche Tragekomfort, der die Schuhe zu echten Sohlenschmeichlern passt und in Kombination mit dem unschlagbaren Design wohl erklärt, warum die Schuhschränke weltweit mit Nike Air Max gut gefüllt sind.

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